"Keine Panik": Schlägt Hertha wieder erst am "Deadline Day" zu?

Berlin - Wenn Hertha BSC am heutigen Samstag bei Eintracht Frankfurt antritt, sind alle Augen auf Rückkehrer Pal Dardai (44) gerichtet. Danach könnte Arne Friedrich (41) in den Fokus rücken. Der langjährige Hertha-Profi ist vom Performance-Manager zum Sportdirektor und jetzt zum Nachfolger des Managers Michael Preetz (53) aufgestiegen.

Pal Dardai (l.) soll Hertha BSC von der Abtsiegszone fernhalten. Holt Arne Friedrich noch einen Neuen?
Pal Dardai (l.) soll Hertha BSC von der Abtsiegszone fernhalten. Holt Arne Friedrich noch einen Neuen?  © Andreas Gora/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Er hat nun die schwierige Aufgabe den in Abstiegsnot geratenen Kader noch zu verstärken. Dass die Berliner noch einen Neuzugang gebrauchen könnten, ist den Verantwortlichen bewusst. Gesucht wird noch ein kreativer Mittelfeldspieler, der im besten Fall auch auf den Flügel agieren kann.

Dort ist die Not derzeit am Größten. Javairo Dilorsun (22) wird den Blau-Weißen noch einige Zeit fehlen. Dodi Lukebakio (23) stand zuletzt nicht mal im Kader, dürfte aber unter Dardai vermutlich wieder in der Startelf stehen.

Zudem plagt sich ausgerechnet Herthas wichtigster Mann Matheus Cunha (21) seit Wochen mit Leistenproblemen herum.

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Auf der Einkaufsliste standen durchaus namenhafte Profi, gekommen ist aber bislang keiner. Bergamo-Star Papu Gomez (32) entschied sich für den FC Sevilla. Zuvor soll sich Preetz vergeblich um Dortmunds Julian Brandt (24), Inter-Star Ivan Perisic (31) und Liverpools Xherdan Shaqiri (29) bemüht haben.

Nervös werden sie beim Hauptstadt-Klub aber nicht, auch wenn die Zeit drängt. Am Montag schließt das Transferfenster. "Es ist keine Panik angesagt", stellt Friedrich klar. "Wir checken alles, was gerade geht."

Corona-Krise macht sich auf dem Transfermarkt bemerkbar

Arne Friedrich übernimmt bis Saisonende die Aufgaben von Manager Michael Preetz (r.).
Arne Friedrich übernimmt bis Saisonende die Aufgaben von Manager Michael Preetz (r.).  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Wie schon im Sommer macht sich die Corona-Krise auch im Winter-Transferfenster bemerkbar. Bisher ist es weltweit sehr übersichtlich. Dabei kann es durchaus sein, dass Hertha am Ende komplett auf einen Neu-Einkauf verzichtet oder aber erst am "Deadline Day" zuschlägt:

"Wir haben Vertrauen in unseren Kader, dazu stehen wir", so der 41-Jährige, der weiter die Augen offen hält. "Wenn uns jemand weiterhilft, werden wir natürlich noch einmal aktiv werden."

Bereits im vergangenen Transferfenster hatte sich der Hauptstadt-Klub lange Zeit schwergetan, auch weil die Blau-Weißen zu dem Zeitpunkt trotz der Windhorst-Millionen doch nicht so reich waren, wie viele vermutet haben. Erst am "Deadline Day" langte Hertha zu und konnte mit Augsburg-Rückkehrer Eduard Löwen (24), Arsenal-Leihgabe Matteo Guendouzi (21) und Omar Alderete (24) gleich drei Neuzugänge präsentieren.

Klar ist: eine ähnliche Transferperiode, wie im vergangenen Winter, als die Alte Dame mit Ausgaben von 77 Millionen Euro zum Transferweltmeister wurden, wird es so schnell nicht mehr geben.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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