Weiter Windhorst-Kritik an Klinsmanns Hertha-Abgang, aber auch "viele Impulse"

Berlin - Millionen-Investor Lars Windhorst (44) sieht den spektakulären Rücktritt von Jürgen Klinsmann (56) als Trainer bei Hertha BSC auch nach genau einem Jahr unverändert kritisch.

Investor Lars Windhorst (44, l.) sieht den Abgang Jürgen Klinsmanns (56) bei Hertha BSC weiterhin kritisch, räumt aber ein, dass der ehemalige Bundestrainer viele Impulse gegeben hat.
Investor Lars Windhorst (44, l.) sieht den Abgang Jürgen Klinsmanns (56) bei Hertha BSC weiterhin kritisch, räumt aber ein, dass der ehemalige Bundestrainer viele Impulse gegeben hat.  © Frank Molter/dpa, Jordan Raza/dpa (Bildmontage)

"Die Art seines Abgangs war und ist für mich nicht akzeptabel. Bis heute bedaure ich, dass Jürgen Klinsmann so gehandelt hat", sagte der Hertha-Geldgeber der Deutschen Presse-Agentur.

Klinsmann hatte am Donnerstag vor einem Jahr nach massiven internen Differenzen mit der Geschäftsführung seinen Posten bei den Berlinern ohne Vorwarnung geräumt und war in seine Heimat Kalifornien zurückgekehrt.

Die Arbeit Klinsmanns, der von ihm zunächst als Aufsichtsrat des Bundesligisten installiert worden war und dann im November 2019 das Traineramt übernommen hatte, bewertet Windhorst allerdings nicht nur negativ.

"Rückblickend stellen inzwischen ja viele fest, dass viele Impulse und Analysen von Jürgen Klinsmann so falsch nicht waren. Es hätte sehr konstruktiv sein können", sagte der 44-Jährige.

Die Hertha sicherte sich in der Vorsaison erst unter Klinsmanns zweitem Nachfolger Bruno Labbadia (55) den Klassenverbleib. Aktuell stecken die Berliner unter dessen Nachfolger Pal Dardai (44) wieder im Abstiegskampf.

Nach Klinsmanns Abgang waren diskreditierende Aufzeichnungen über Michael Preetz publik geworden

Im Nachgang waren im Vorjahr Aufzeichnungen des einstigen Bundestrainers publik geworden, in denen dieser massiv den kürzlich beurlaubten Manager Michael Preetz (53) diskreditierte. Klinsmann selbst wollte sich zu dem Jahrestag seines Rücktritts nicht äußern.

Eine weitere Zusammenarbeit mit Klinsmann als Aufsichtsrat war für Windhorst damals nicht möglich. "Durch die Art seines Abgangs hat er leider die Tür zugeschlagen. Aber wir sollten nicht weiter in der Vergangenheit wühlen", sagte der Unternehmer.

Titelfoto: Frank Molter/dpa, Jordan Raza/dpa (Bildmontage)

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