Preetz stellt klar: Bei Quarantäne-Pflicht stellt Hertha Nationalspieler nicht ab

Berlin - Kaum hat die Bundesliga Fahrt aufgenommen, steht auch schon die nächste Länderspielpause bevor. Vor allem bei den Verantwortlichen von Hertha BSC könnte die Liga-Pause für Bauchschmerzen sorgen. Bislang meinten es die Unterbrechungen nicht gerade gut mit den Berlinern. 

Hertha-Manager Michael Preetz (53) äußert sich auf einer Pressekonferenz.
Hertha-Manager Michael Preetz (53) äußert sich auf einer Pressekonferenz.  © Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa

Im Oktober reiste das Südamerika-Trio um Jhon Cordoba (27), Matheus Cunha (21) und Omar Alderete (23) um die halbe Welt, nur um dann nicht zu spielen. Matteo Guendouzi (21) konnte zwar Spielpraxis sammeln, kehrte aber mit einer Corona-Infektion zurück.

Im September musste 24-Mio.-Stürmer Krzysztof Piątek (25) nach seiner Rückkehr aus dem Risikogebiet für fünf Tage in Quarantäne und verpasste das Pokalspiel in Braunschweig (4:5). Das soll sich nicht wiederholen.

Bei einer Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten will auch Hertha keine Profis abstellen. Das machte Manager Michael Preetz (53) bei der Pressekonferenz deutlich. 

"Wenn das Gesundheitsamt Charlottenburg ähnlich verfügen würde, würden wir auch so reagieren", sagte Preetz zum Vorgehen von Werder Bremen, das wegen der Regelarien in der Hansestadt im November keine Nationalspieler abstellen will.

Trotz der steigenden Infektionszahlen sind die Reglungen in Charlottenburg aber eine andere. Wie schon bei der letzten Länderspielpause im Oktober genügt für Hertha-Profis ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, um nach der Rückkehr nach Berlin wieder mit dem Team trainieren zu dürfen. Daher werde man "wenn auch schweren Herzens unsere Nationalspieler an ihrer Verbände abstellen."

Gleichzeitig monierte der 53-Jährige erneut die regional unterschiedliche Auslegung. 

"Es gibt nicht nur keine einheitliche Regelung im Land, auch in Berlin ist es für Bundesligisten unterschiedlich, das ist die Situation, die wir haben. Im Föderalismus ist das so", sagte Preetz.

Sollte Hertha tatsächlich die Nationalspieler in Berlin behalten, muss die Alte Dame ohnehin keine Probleme befürchten. Mittlerweile erlaubt der Weltverband FIFA den Clubs eine Verweigerung der Abstellung, wenn die zuständigen Behörden eine fünftägige Quarantäne vorschreiben.

Titelfoto: Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa

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