Hertha BSC will nicht den Schalke-Weg gehen: Keine Rückkehr von Ibisevic

Berlin - Was haben Hertha BSC und der FC Schalke 04 in der aktuellen Bundesliga-Saison gemeinsam? Richtig, beide Mannschaften bleiben weit hinter ihren eigenen Erwartungen zurück und befinden sich in ernsthafter Abstiegsgefahr.

In der vergangenen Saison jubelte Vedad Ibisevic (36) noch als Kapitän in Diensten von Hertha BSC. Nach seinem Wechsel ist der Stürmer mittlerweile beim FC Schalke 04 in Ungnade gefallen.
In der vergangenen Saison jubelte Vedad Ibisevic (36) noch als Kapitän in Diensten von Hertha BSC. Nach seinem Wechsel ist der Stürmer mittlerweile beim FC Schalke 04 in Ungnade gefallen.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Wobei Gefahr im Zusammenhang mit dem abgeschlagenen Tabellenletzten aus Gelsenkirchen wohl noch ein sehr milder Ausdruck ist. Die Knappen befinden sich mittlerweile neun Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

In ihrer Not griffen die Königsblauen auf altbewährte Kräfte zurück. So reaktivierten sie zunächst Schalke-Jahrhunderttrainer Huub Stevens (67) für zwei Spiele als Interims-Coach, bevor sie sich während der Winter-Transferphase mit Ex-Spielern verstärkten oder zumindest versuchten, dies zu tun.

So wurde Linksverteidiger Sead Kolasinac (27) bis zur Sommerpause vom FC Arsenal ausgeliehen, und auch das alte "Schlachtross" Klaas-Jan Huntelaar (37) wurde noch einmal ablösefrei von Ajax Amsterdam zurückgeholt.

Der "Hunter" sollte der verunsicherten Mannschaft eigentlich mit seiner Erfahrung und seinen Toren im Abstiegskampf helfen, fiel jedoch bisher eher durch Verletzungen auf.

Pal Dardai hat volles Vertrauen in seine Spieler und will sie nicht durch Not-Transfers verunsichern

Nach dem Spiel gegen den FC Bayern München verabschiedet sich Hertha-Coach Pal Dardai (44, r.) von seinem Trainerkollegen Hansi Flick (56). Der Ungar schloss am Donnerstag eine Rückkehr von Vedad Ibisevic zu Hertha BSC aus.
Nach dem Spiel gegen den FC Bayern München verabschiedet sich Hertha-Coach Pal Dardai (44, r.) von seinem Trainerkollegen Hansi Flick (56). Der Ungar schloss am Donnerstag eine Rückkehr von Vedad Ibisevic zu Hertha BSC aus.  © Michael Sohn/AP-Pool/dpa

Auch in Berlin griff man nach der Entlassung von Bruno Labbadia (55) auf ein bekanntes Gesicht zurück. Mit Pal Dardai (44) wurde ebenfalls eine Vereinslegende auf dem Trainerstuhl installiert.

Weiter sollen die Parallelen zu den Schalkern jedoch nicht führen. Wieso sollte man sich auch ausgerechnet an einem Verein orientieren, der noch schlechter dasteht als man selbst?

So soll es also keine Rückholaktion des derzeit vereinslosen Vedad Ibisevic (36) geben, der im Sommer ausgerechnet zu den Schalkern wechselte, die seinen Vertrag mittlerweile schon wieder aufgelöst haben.

"Vedad war unser Kapitän. Er ist ein super Typ. Manchmal telefonieren wir noch", bemerkte Dardai in der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky).

Es sei nicht an der Zeit für einen Notnagel: "In der hektischen Phase sollen wir nicht drüber reden. Wir haben volles Vertrauen in unsere Spieler und wollen sie nicht unsicher machen", erklärte der Ungar.

Und auch Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich (41) stellte klar: "Grundsätzlich ist Fakt: Der Kader für die Saison steht."

Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa, Michael Sohn/AP-Pool/dpa (Bildmontage)

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