Hertha BSC: Windhorst-Millionen verspätet, Zahlungsplan vereinbart

Berlin - Auch das noch: Nicht nur, dass Hertha BSC mit nur vier Punkten aus den ersten sechs Bundesliga-Spielen aktuell auf einem enttäuschenden 14. Tabellenplatz rangiert, jetzt verspätet sich auch noch die geplante Zahlung von Investor Lars Windhorst (43).

Lars Windhorst (43) bei einer Pressekonferenz von Hertha BSC. Wie am Mittwoch bekannt wurde, verschiebt sich eine 100-Millionen-Euro-Zahlung des Investors an den Hauptstadtklub.
Lars Windhorst (43) bei einer Pressekonferenz von Hertha BSC. Wie am Mittwoch bekannt wurde, verschiebt sich eine 100-Millionen-Euro-Zahlung des Investors an den Hauptstadtklub.  © Andreas Gora/dpa

Investor und Anteilseigner Windhorst hat seine Zahlung über weitere 100 Millionen Euro verschoben. Es sei mit dem Berliner Fußball-Bundesligisten nun ein Zahlungsplan vereinbart worden, sagte ein Windhorst-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der Sport Bild. 

Die Hertha war bislang von einer Überweisung der letzten Tranche der neuen 150 Millionen-Finanzspritze bis Ende Oktober ausgegangen.

"Es ist gewährleistet, dass der gesamte Betrag innerhalb des laufenden Geschäftsjahres der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA zufließt", wurde vom Verein am Mittwoch ein neuer Zeitrahmen kommuniziert. Ob die verspätete Zahlung möglicherweise Einfluss auf die Aktivitäten im Wintertransferfenster im Januar haben könnte, war zunächst unklar.

Das Investitionsvolumen von Windhorst beläuft sich insgesamt auf 374 Millionen Euro. Im Gegenzug steigert der 43-Jährige seine Clubanteile bei dem Fußball-Bundesligisten auf 66,6 Prozent.

Bereits im Sommer sollen Zahlungsfristen verschoben worden sein

Mit einem Großteil des Geldes will die Hertha ihren Schuldenstand senken und Mindereinnahmen auffangen. Bereits im Sommer sollen Zahlungsfristen verschoben worden und 50 Millionen Euro teilweise erst verspätet geflossen sein. Hertha hatte sich zu den neuen Auszahlungsmodalitäten noch nicht geäußert.

Zuletzt hatte der Verein mitgeteilt, dass wegen der Corona-Pandemie mit knapp 60 Millionen Euro weniger an Einnahmen geplant werden müsse.

Auf dem Transfermarkt hatten sich die Berliner in diesem Sommer vergleichsweise zurückgehalten und teure Verpflichtungen vermieden. In der Bundesliga hat das Team von Trainer Bruno Labbadia (54) nach sechs Spieltagen mit nur einem Sieg und einem Remis die hohen Erwartungen noch nicht erfüllen können.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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