Herthas "Fliegender Holländer" schlägt wieder zu und sichert wichtigen Sieg

Frankfurt am Main/Berlin - Es glich beinahe schon einem Déjà-vu, was die Fans am Samstagnachmittag im Deutsche Bank Park oder an den heimischen TV-Bildschirmen beim 2:1-Auswärtssieg von Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt miterlebten.

Herthas Jurgen Ekkelenkamp (21) feiert seinen Treffer zum 2:0 gegen Eintracht Frankfurt. Der "Fliegende Holländer" hat erneut kurz nach seiner Einwechslung zugeschlagen.
Herthas Jurgen Ekkelenkamp (21) feiert seinen Treffer zum 2:0 gegen Eintracht Frankfurt. Der "Fliegende Holländer" hat erneut kurz nach seiner Einwechslung zugeschlagen.  © Arne Dedert/dpa

In der 60. Minute wechselte Trainer Pal Dardai (45) Neuzugang Jurgen Ekkelenkamp (21) ein und keine drei Minuten Später erzielte der "Fliegende Holländer" das vorentscheidende 2:0 für die Berliner.

Ishak Belfodil (29) hatte die scharfe Hereingabe von Maximilian Mittelstädt (24) zwar zunächst noch verpasst, doch am zweiten Pfosten lauerte Ekkelenkamp und schob die Kugel mit seiner ersten Ballberührung in die Maschen.

Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder? Richtig, im Heimspiel gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth trug sich eine nahezu identische Situation zu.

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Beim 2:1-Sieg wurde der Niederländer ebenfalls nach 60 Minuten aufs Feld geschickt und benötigte damals sogar nur 87 Sekunden für sein Tordebüt in Blau-Weiß, das die Wende in der Partie einleitete.

Später war der 21-Jährige auch maßgeblich am Eigentor der Fürther beteiligt, das für den Endstand sorgte.

Super-Sub oder Stammkraft: Wie entwickelt sich Jurgen Ekkelenkamp bei Hertha BSC?

Jurgen Ekkelenkamp (r.) jubelt nach seinem Treffer mit Vorbereiter Maximilian Mittelstädt (24, M.) und Marco Richter (23), der zuvor die Führung für Hertha BSC erzielt hatte.
Jurgen Ekkelenkamp (r.) jubelt nach seinem Treffer mit Vorbereiter Maximilian Mittelstädt (24, M.) und Marco Richter (23), der zuvor die Führung für Hertha BSC erzielt hatte.  © Arne Dedert/dpa

Jetzt hat der Rohdiamant also erneut als Joker gestochen. Bei seinem Startelfdebüt musste der Holländer allerdings eine herbe 0:6-Packung bei RB Leipzig schlucken.

Ob er sich nun eher zu einem Super-Sub der Marke Ole Gunnar Solskjær (48) entwickelt, der einst bei Manchester United unter Trainerlegende Sir Alex Ferguson (79) für entscheidende Treffer von der Bank sorgte (fragt mal bei den Bayern-Fans nach) oder doch noch sein Potenzial in der Anfangsformation entfalten kann, wird sich noch zeigen müssen.

Die Voraussetzungen zur Stammkraft hat das Offensivtalent aus der Ajax-Schmiede allemal.

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An dieser Stelle soll nicht vergessen werden, dass ein weiterer Hertha-Neuzugang schon früh die Weichen auf Sieg für die Spree-Athener stellte.

Marco Richter (23) brachte die Gäste nach Flanke von Vladimir Darida (31) bereits nach sieben Minuten per Kopf in Führung.

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Zwei Neuzugänge sorgen für gute Laune bei Hertha BSC

Die Mannschaft von Hertha BSC lässt sich nach dem 2:1-Auswärtserfolg gegen Eintracht Frankfurt von den mitgereisten Fans feiern.
Die Mannschaft von Hertha BSC lässt sich nach dem 2:1-Auswärtserfolg gegen Eintracht Frankfurt von den mitgereisten Fans feiern.  © Arne Dedert/dpa

Daher konnte auch der von Eintracht-Joker Goncalo Paciencia (27) verwandelte Foulelfmeter in der 78. Minute den wichtigen Auswärtssieg der Dardai-Truppe nicht mehr verhindern.

Und so sorgten zwei Neuzugänge für gute Laune im Trainerteam und bei Hertha-Sportchef Fredi Bobic (49), der bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte also allen Grund zum Feiern hatte und nach Schlusspfiff von einem starken und mutigen Hertha-Auftritt sprach.

Und auch Dardai, der einmal mehr ein glückliches Wechsel-Händchen bewies, freute sich über die Leistung: "Wenn die Jungs sich so weiterentwickeln, dann macht das immer Spaß. Ich gehe morgens mit guter Laune zur Arbeit."

Allerdings will er sich auf dem Dreier keinesfalls ausruhen: "Das ist ein traumhaftes Wochenende. Wir dürfen jetzt nicht zufrieden sein, sondern müssen weiter arbeiten", konstatierte der 45-Jährige.

Mit dem Sieg zieht die Alte Dame für den Moment in der Tabelle an der Eintracht vorbei und rangiert mit nunmehr neun Punkten auf dem 13. Platz. Jetzt gilt es, den Aufwärtstrend mit einem Heimerfolg im Top-Spiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach zu bestätigen.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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