Wehe, er verletzt sich wieder: Hertha-Kapitän Boyata für Nationalmannschaft nominiert

Berlin - Bei Hertha BSC setzt Trainer Pál Dárdai (45) nach dem Leipzig-Debakel besonders auf eine Rückkehr von Dedryck Boyata (30). Der 45 Jahre alte Ungar benötigt seinen 15 Jahre jüngeren Kapitän, der zuletzt einmal mehr wegen muskulärer Probleme gefehlt hatte, als Stabilisator der im bisherigen Saisonverlauf so anfälligen Abwehr.

Pál Dárdai kann gegen den SC Freiburg offenbar wieder auf Kapitän Dedryck Boyata (30, Foto) bauen.
Pál Dárdai kann gegen den SC Freiburg offenbar wieder auf Kapitän Dedryck Boyata (30, Foto) bauen.  © Matthias Koch/dpa

"Er muss es selber einschätzen, wie immer, er ist ein erwachsener Mensch und er hat genug Erfahrung", sagte Dárdai vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Gerade diese Erfahrung hatte Dárdai im Abstiegskampf der vergangenen Rückrunde bei Boyata vermisst. Der Berliner Kapitän absolvierte sein Pflichtspieldebüt 2021 am 30. März nach über dreimonatiger Verletzungspause nicht für den Verein, sondern für Belgien. Dárdai war über diese Vorgehensweise damals nicht erfreut und hatte dem Spieler geraten, verletzungsfrei zurückzukehren.

Doch nach einem Einsatz über 45 Minuten gegen Weißrussland hatte sich Boyata erneut eine Muskelverletzung zugezogen. "Wenn ein Spieler drei Monate nix macht und dann eine Halbzeit spielt, dann passieren schon Dinge", hatte Dárdai gezürnt.

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Doch damals wie heute ist Dárdai auf seinen Kapitän angewiesen: "Ich brauche ihn, wenn er fit ist."

Dedryck Boyata wohl bereit für das Spiel gegen den SC Freiburg

Sein Stellenwert zeigte sich bei der 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg, als er kurz vor dem späten Siegtreffer der Gäste verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Bei der anschließenden 0:5-Packung bei Meister Bayern München ging der 1,88 Meter große Hüne gemeinsam mit der Mannschaft unter. Beim 0:6 gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag fehlte der Belgier.

Nun aber scheint Boyata für das Heimspiel gegen Freiburg fit zu sein. Nach der Partie wird das Verhältnis der beiden Protagonisten Dárdai und Boyata wieder auf die Probe gestellt. Am Freitag wurde der Abwehrspieler von Belgiens Trainer Roberto Martínez für das Final Four in der Nations League in den kommenden eineinhalb Wochen in Mailand und Turin nominiert. Dárdai hofft natürlich, dass Boyata diesmal verletzungsfrei heimkehrt.

Titelfoto: Matthias Koch/dpa

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