Hertha-Oldie hat Comeback vor Augen: Mehr als nur ein Testspiel!

Berlin - Hat der Oldie noch eine Zukunft im Gehäuse von Hertha BSC? Für Rune Jarstein (37) geht's bei seinem Comeback gleich um alles!

Keeper Rune Jarstein (37, M.) muss um seinen Verbleib bei Hertha BSC kämpfen.
Keeper Rune Jarstein (37, M.) muss um seinen Verbleib bei Hertha BSC kämpfen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Der 37-Jährige blickt auf eine eineinhalbjährige Leidenszeit zurück: Wegen Corona, einer folgenden Herzmuskel-Entzündung und einer Knieverletzung muss er für sein zuletzt bestrittenes Pflichtspiel bis zum 21. März 2021 zurückblicken.

Ganze 468 Tage sind mittlerweile vergangen, seitdem der 37-Jährige zuletzt für die Alte Dame im Tor gestanden hatte. Damals glückte den Berlinern im Olympiastadion ein extrem überraschender und souveräner 3:0-Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen.

Am Samstag soll der norwegische Schlussmann aber endlich wieder auflaufen, wenn der Bundesliga-Klub gegen den SV Babelsberg 03 (Anstoß 16 Uhr) aus der Regionalliga testet. Nach der langwierigen Verletzungsmisere dürfte er sich riesig auf die von Neu-Trainer Sandro Schwarz (43) versprochene Match-Praxis freuen.

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ABER: Sein Comeback ist nicht nur von emotionaler Bedeutung. Zusätzlich steht nämlich seine Zukunft auf dem Spiel.

Wie fit er wirklich ist und was er noch auf dem Kasten hat, entscheidet darüber, ob die Hertha-Bosse mit ihm als Nummer zwei hinter Oliver Christensen (23) in die Saison gehen. Alternativ müsste man sich nochmal auf dem Transfermarkt umschauen.

Muss sich Rune Jarstein von Hertha BSC verabschieden?

Dass Manager Fredi Bobic (50) beim Hauptstadtklub den Sparkurs fährt, ist kein Geheimnis. Wenn Jarstein also nicht überzeugt, könnte er womöglich eine Auflösung des bis 2023 geltenden Arbeitspapiers anstreben.

Das wiederum würde ein trauriges Ende einer langen Zusammenarbeit bedeuten. Bis auf Stationen in seinem Heimatland stand der Schlussmann nämlich ausschließlich für die Blau-Weißen zwischen den Pfosten.

Seit seiner ablösefreien Verpflichtung im Januar 2014 gehört Jarstein schon dem BSC-Tross an. In den kommenden Tagen dürfte der Verein klarstellen, ob er noch ein weiteres Jährchen bleiben darf. Andernfalls könnte das sogar sein Karriereende bedeuten...

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

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