Hertha "sauer" und mit Lukebakio wieder im Sturm? Schwarz verrät nur die Abwehrformation

Berlin - Am Samstag machte Dodi Lukebakio (25) seinem Ruf als Bayern-Schreck alle Ehre. Der Belgier trifft gegen den FC Bayern München besonders gern. Im ausverkauften Olympiastadion schraubte er sein Torekonto gegen den Rekordmeister auf nun schon sechs Treffer hoch. Nur Marco Reus (33) traf von den aktiven Bundesligaprofis noch öfter (acht Buden).

Dodi Lukebakio (25) ist schon seit Wochen in Top-Form. Gegen Stuttgart könnte er wieder als Stürmer agieren.
Dodi Lukebakio (25) ist schon seit Wochen in Top-Form. Gegen Stuttgart könnte er wieder als Stürmer agieren.  © Andreas Gora/dpa

Schon seit Wochen ist er in Top-Form. Und auch gegen den FCB (2:3) war der 25-Jährige wieder einmal einer der auffälligsten Akteure - nicht nur wegen seiner sehenswerten Bude.

Als zweite Spitze aufgeboten, machte er jede Menge Betrieb. Immer wieder suchten die Hertha-Stars den schnellen Angreifer. Was nun aber die Frage aufwirft: Wohin mit Lukebakio?

Wieder in den Sturm, wo der Weg zum Tor kürzer ist oder zurück auf die rechte Außenbahn? Dort, wo er in den Spielen zuvor auch überzeugen konnte.

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"Es gibt Pro und Contra, was Dodis Position betrifft. Er hat im 4-4-3 als Flügelspieler viele gute Spiele gemacht. Ich finde, er hat auch im 4-4-2 auf dem Flügel gute Spiele gemacht. Gegen die Bayern hat er es sehr gut gemacht aus der Umschaltbewegung heraus. Ein kürzer Weg zum Tor mit seiner Geschwindigkeit - das ist das Argument, um ihn weiter ins Zentrum zu ziehen", wollte sich Sandro Schwarz (44) nicht weiter festlegen.

Klar ist: Stevan Jovetic (32) wird Hertha BSC auch beim VfB Stuttgart (20.30 Uhr/Sky) fehlen. Damit wird erneut ein Platz im Sturm frei. Schon gegen die Bayern hatten nicht wenige mit einer Rückkehr zum altbewährten System gedacht, Schwarz aber ließ erneut mit zwei Spitzen spielen. Ein Kniff, der aufging.

Hertha BSC steht gegen den VfB Stuttgart unter Druck

Davie Selke (27) stand gegen den FC Bayern zum ersten Mal seit dem Derby wieder in der Startelf.
Davie Selke (27) stand gegen den FC Bayern zum ersten Mal seit dem Derby wieder in der Startelf.  © Soeren Stache/dpa

In die Karten lassen schauen, wollte sich der Hertha-Coach jedoch nicht, verriet nur ein wenig überraschendes Detail für die Abwehr: "Wir machen uns natürlich darüber Gedanken in welchem System wir spielen. Ob es dann 4-3-3 oder 4-4-2 ist. Dreierkette können alle davon ausgehen werden wir nicht spielen."

Sollte Luekebakio aber wieder in vorderster Linie agieren, ist nur noch offen mit welchem Partner: Wilfried Kanga oder Davie Selke (27).

Letzter stand schon gegen Bayern etwas überraschend in der Startelf, verwandelte sicher vom Punkt und zeigte eine ansprechende Leistung: "Davie war sehr fleißig, hat viel Betrieb gemacht und den Elfmeter herausgeholt. Wir werden dann schauen, wie wir erstmal von der Systematik herangehen und wie es dann mit Davie aussieht."

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Hertha steht kurz vor der Wüsten-WM unter Druck. Gegen den VfB und dem 1. FC Köln am Samstag müssen Punkte her. Zu oft hat der Hauptstadtklub am Ende zwar Lob bekommen, stand aber mit leeren Händen da.

"Wir sind sauer darüber, dass wir den einen oder anderen Punkt zu wenig haben", so der Übungsleiter weiter. "Ich finde dennoch, dass die Jungs sehr stabil wirken. Wir dürfen nicht mit dem Schicksal hadern, nicht denken, die Punkte kommen schon noch. Du musst Woche für Woche Leistung abrufen und in der ein oder anderen Situation noch konsequenter sein."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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