Ein alter Bekannter bei Hertha: Wie viel "Fez" machen Korkut und Aracic?

Berlin - Jetzt soll alles besser werden: Neu-Coach Tayfun Korkut (47) hat bei Hertha BSC am Dienstag seine erste Trainingseinheit geleitet. Mit von der Partie war sein Co-Trainer Ilija Aracic (51).

Sie sollen es richten: Tayfun Korkut (47, r.) und sein Co-Trainer Ilija Aracic (51, l.) sitzen jetzt auf der Trainerbank bei Hertha BSC.
Sie sollen es richten: Tayfun Korkut (47, r.) und sein Co-Trainer Ilija Aracic (51, l.) sitzen jetzt auf der Trainerbank bei Hertha BSC.  © Andreas Gora/dpa

Alteingesessene Fans des Hauptstadtklubs dürften bemerkt haben, dass in zweiter Reihe ein alter Herthaner seine Rückkehr ins Berliner Olympiastadion feiert.

Aracic bestritt in den Jahren 1999 und 2000 insgesamt 25 Bundesliga-Spiele und sogar vier Partien in der Champions League für die Alte Dame.

Im DFB-Pokal reichte es zwar nur zu einer einzigen Einwechslung, aber die war Gold wert. Im Stadtderby gegen Tennis Borussia Berlin schoss er den BSC in der Verlängerung mit seinem 3:2-Siegtreffer ins Achtelfinale.

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Wer den kroatischen Angreifer nicht mehr als Kicker auf dem Platz erlebt hat, erinnert sich vielleicht wegen eines Liedes trotzdem an seinen Namen.

Der Hertha-Song "Power von der Spree" von Eurokurve beginnt nämlich quasi damit: "Aracic, Daie, Reiss und Preetz machen vorne richtig Fez", heißt es da.

Das Vertrauen in den Stürmer war damals groß und in Zeiten der Königsklasse hatte man in Berlin auch allen Grund dazu. Mehr als 20 Jahre später ist der heute 51-Jährige also zurück an alter Wirkungsstätte und muss sich neu beweisen.

Tayfun Korkut und Ilija Aracic leiten ihre erste Trainingseinheit bei Hertha BSC

Tayfun Korkut (47, 3.v.r.) nutzte seine erste Trainingseinheit bei Hertha BSC, um seine Spieler sehr aktiv zu coachen.
Tayfun Korkut (47, 3.v.r.) nutzte seine erste Trainingseinheit bei Hertha BSC, um seine Spieler sehr aktiv zu coachen.  © Andreas Gora/dpa

Gemeinsam mit Fitness-Coach Henrik Kuchno (47) und Offensivtrainer Vedad Ibisevic (37) startete das neue Duo am Spielfeldrand das erste Training.

Nach umfangreicher Erwärmung übernahm zunächst Athletik-Experte Kuchno das Zepter. Für die Mannschaft bedeutete das aber keinesfalls pure Schufterei. Stattdessen ging's in eine Passspiel-Übung.

Während der anschließenden Spielformen lief dann der neue Chefcoach auf Hochtouren. Korkut zeigte stets vollen Fokus auf seine Schützlinge. Vor allem seine rege Kommunikation fiel auf.

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Er forderte die Spieler, gab ihnen aber auch etliche Tipps für Verbesserungen. Immer wieder forderte der 47-Jährige Coach das Spiel breit zu machen. Zumindest das sollten alle Akteure schon nach der ersten 74-minütigen Session verstanden haben.

Während der in Stuttgart geborene Dardai-Nachfolger den Aktivposten mimte, beobachtete sein Assistent Aracic das Geschehen gemeinsam mit dem "Vedator" von draußen.

Mal schauen, ob seine Analyse am Wochenende für "richtig Fez" sorgt, sodass der erste Schritt in Richtung früherer Glanzzeiten gelingt. Die Berliner reisen am Sonntag zum Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr/DAZN).

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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