Herthas Last-Minute-Drama raubt Dardai den Schlaf: "Langsam kein Zufall mehr"

Berlin - Wie schon im Heimspiel zuvor gegen Bayer 04 Leverkusen (1:1) hat Hertha BSC den Sieg in letzter Sekunde aus der Hand gegeben. Mit nur 14 Punkten aus 13 Spielen stecken sie weiter im Tabellenkeller fest. Dennoch hält Pal Dardai (45) an seinem 20-Punkte-Ziel bis zur Winterpause fest.

Pal Dardai (45, r.) hat das späte 1:1 gegen Augsburg um den Schlaf gebracht. Co-Trainer Andreas "Zecke" Neuendorf (46, l.) sah nach dem Ausgleich noch die Rote Karte.
Pal Dardai (45, r.) hat das späte 1:1 gegen Augsburg um den Schlaf gebracht. Co-Trainer Andreas "Zecke" Neuendorf (46, l.) sah nach dem Ausgleich noch die Rote Karte.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der Trainer des Berliner Tabellen-14. betonte am Sonntag bei einer Medienrunde mit Blick auf die beiden kommenden Spiele aber: "Jetzt sind wir in einer Situation, in der wir in Stuttgart nicht verlieren dürfen und gegen Bielefeld gewinnen müssen."

Am Tag zuvor hatte Hertha nach einer 1:0-Führung durch einen Gegentreffer in der siebten Minute der Nachspielzeit 1:1 gegen den FC Augsburg gespielt.

Es war das vierte sieglose Spiel der Dardai-Mannschaft nacheinander. Zudem verspielte sein Team zum vierten Mal in der Schlussphase eine Führung oder zumindest ein Remis. "Langsam ist es nicht mehr Zufall", sagte der Ungar.

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Gegen den VfL Wolfsburg hatte ein spätes Gegentor einen Punkt beim 1:2 im August gekostet, ebenso gegen den SC Freiburg (1:2), gegen Bayer Leverkusen kostete ein spätes Gegentor zwei Punkte beim 1:1 wie nun auch gegen Augsburg.

Sechs Punkte mehr wären es auf der Hertha-Habenseite, statt 19 hat der Klub aber in 13 Spielen erst 14 Zähler geholt.

Die entscheidende Szene beim Gegentor durch die Augsburger habe er sich am Sonntagmorgen einmal angeschaut. "Das reicht", sagte der 45-Jährige und berichtete von ersten Schlafstörungen: "Das war die erste Nacht, in der ich um drei aufgewacht bin."

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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