Herthas Mittelstädt überzeugt: Lob von Schwarz, aber Zukunft bleibt ungewiss

Berlin - Und plötzlich war er wieder da! Die ersten beiden Pflichtspiele, im Pokal und beim Derby gegen Union (1:3) schaffte es Maximilian Mittelstädt (25) nicht einmal in den Kader. Gegen Eintracht Frankfurt aber wurde das Eigengewächs gebraucht - und lieferte ab!

Maximilian Mittelstädt (25, r.) lieferte gegen Eintracht Frankfurt eine ordentliche Vorstellung ab.
Maximilian Mittelstädt (25, r.) lieferte gegen Eintracht Frankfurt eine ordentliche Vorstellung ab.  © Christophe Gateau/dpa

Defensiv solide und auch selbst mit Vorwärtsdrang zeigte der 25-Jährige eine mehr als ordentliche Vorstellung. Beinah hätte der Flügelspieler seine Leistung mit einem Assist gekrönt. Seine flache Hereingabe direkt vors Tor konnte Neuzugang Wilfried Kanga aus kürzester Distanz aber nicht im Kasten unterbringen.

"Maxi hat es sehr gut gemacht. Er war jetzt zweimal nicht im Kader. Er ist ins kalte Wasser gesprungen, kennt auch die Position", lobte Sandro Schwarz dessen Auftritt.

Weil Marvin Plattenhardt (30) kurzfristig mit einer Adduktorenverletzung ausfiel, griff er auf Mittelstädt zurück. Eine gute Wahl.

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Der Linksverteidiger hielt nicht nur Ansgar Knauff, der zur Halbzeit ausgewechselt wurde, in Schach, sondern schaltete sich auch immer wieder ins Spiel nach vorne ein.

"Er hat es sehr, sehr ordentlich gemacht in der Art, wie wir verteidigen wollen. Er hat sehr mutig gespielt und hatte die ein oder andere fußballerische Lösung in unserem Spielaufbau, sowie den ein oder anderen Flankenlauf."

Maximilian Mittelstädt gibt starke Visitenkarte ab

Herthas Linksverteidiger war defensiv, als auch offensiv gefordert. Zur Not wusste er sich auch mit einem Foul gegen Frankfurts Randal Kolo Muani zu helfen.
Herthas Linksverteidiger war defensiv, als auch offensiv gefordert. Zur Not wusste er sich auch mit einem Foul gegen Frankfurts Randal Kolo Muani zu helfen.  © Christophe Gateau/dpa

Schon in der vergangenen Saison gehörte Mittelstädt lange zu den wenigen Konstanten bei Hertha BSC, ehe Plattenhardt unter Felix Magath (69) seine Standard-Stärke wiederentdeckte. Bei Schwarz schien der langjährige Herthaner (seit zehn Jahren im Verein) aber einen schweren Stand zu haben.

Jetzt wird der Linksfuß wieder gebraucht - und das womöglich nicht nur am Freitag in Gladbach, denn wie lange Plattenhardt noch ausfällt ist unklar.

Dabei war Herthas Nummer 17 schon so gut wie weg. Auch der Linksverteidiger beschäftigt sich laut Kicker mit einem Abgang, es fehlten allein die Angebote. Bleibt er jetzt doch in Berlin?

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Klar ist: Ist Plattenhardt fit, ist er als neuer Kapitän gesetzt. Mittelstädt bliebe damit nur die Bank. Ein Zustand, der ihm nach jahrelangen Dauerzweikampf mit dem siebenfachen Nationalspieler nicht genug ist.

Auch deshalb bleibt die Zukunft ungewiss. Das Transferfenster ist noch bis zum 31. August geöffnet. Gut möglich, das Mittelstädt die Alte Dame bis dahin noch verlässt. Solange wird er aber noch gebraucht, womöglich sogar doch länger. Ersatzmann Fredrik Björkan (23) schaffte es zum dritten Mal nacheinander nicht in den Kader.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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