Hertha-Star Serdar fällt aus: Tut jetzt ein Rückkehrer Mainz weh?

Berlin - Mit einer Portion Selbstvertrauen und gleich zwei Rückkehrern im Gepäck reist Hertha BSC zum 1. FSV Mainz 05. Gerade für Sandro Schwarz (43) ist es ein besonderes Spiel. Bei den Mainzern feierte der 43-Jährige nicht nur sein Debüt als Profifußballer, sondern auch an der Seitenlinie. Erst als Nachwuchstrainer, dann als Chefcoach.

Zwei mit Mainzer Vergangenheit: Hertha-Star Jean-Paul Boëtius (28) und sein Trainer Sandro Schwarz (43, r.)
Zwei mit Mainzer Vergangenheit: Hertha-Star Jean-Paul Boëtius (28) und sein Trainer Sandro Schwarz (43, r.)  © Andreas Gora/dpa

Nun kehrt er erstmals nach seinem Aus von vor drei Jahren an die alte Wirkungsstätte zurück.

"Ich habe Mainz sehr viel zu verdanken, weil es eine intensive Zeit war", sagte Schwarz. Aber: "Jetzt gilt es, mit seinem ganzen Herzen und Verstand hier zu sein. Und so fühle ich mich in dieser Hertha-Familie und freue ich mich, mit unserem Klub unsere Leistung abzurufen", betonte der Hertha-Coach auf der Pressekonferenz.

Die Berliner wollen den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen, müssen aber wohl auf Suat Serdar (24), letzte Woche noch Torschütze beim 2:2 gegen Bayer 04 Leverkusen, und Davie Selke (27) verzichten. Beide leiden an einem Infekt. Bis Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) wird es wohl "eher nichts werden". Die Zeit ist zu knapp.

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Ersatz ist mit Jean-Paul Boëtius (28) schon parat. Der nächste mit Mainzer Vergangenheit. Vier Jahre lang trug er das Trikot der Rheinhessen, eher er eine neue Herausforderung suchte. Statt des Auslands wurde es am Ende der Hauptstadtklub.

"Er ist ein Spieler, den ich immer gemocht habe. Vor allem mit der Eintracht hat er uns manchmal Bauchschmerzen bereitet. Deswegen war es super interessant ihn zu Hertha zu bewegen", freut sich Fredi Bobic (50) über den ablösefreien Neueinkauf, der erst spät zur Mannschaft stieß.

Jean-Paul Boëtius rückt bei Hertha BSC wohl in die Startelf

Nach dem eher durchwachsenen Startelfdebüt kommt der Mittelfeldspieler immer besser in Fahrt. Bei seinen Einwechslungen in Augsburg und zuletzt gegen Leverkusen zeigte Boëtius, warum die Alte Dame ihn geholt hat. Mit klugen Pässen verteilte der 28-Jährige die Bälle. Jetzt winkt zum zweiten Mal die Startelf.

"Es ist kein großes Geheimnis, das es eine Option ist, Jean-Paul zu bringen", sagte Schwarz. Weitere Kandidaten seien zwar Vladimir Darida (31) oder Kevin-Prince Boateng (35), aber "die Wahrscheinlichkeit erhöht sich".

Gegen Leverkusen hätte es sogar beinah mit dem Premierentor geklappt, doch erst war Keeper Lukas Hradecky (32), dann die Hand von Odilon Kossounou (21) und anschließend der Pfosten im Weg. Die fehlenden Punkte sollen nun in Mainz geholt werden. "Ich will mehr Punkte haben. Die Jungs sollen den Ball ins Tor schießen, nicht an die Hand", scherzte Bobic. "Ich freue mich immer, wenn die Leistung auch belohnt wird." Man wolle in der kurzen Zeit bis zur WM-Unterbrechung im November den "Flow mitnehmen".

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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