Kapitän und Fans sollen sich straffen! Klare Ansage von Hertha-Trainer Felix Magath

Berlin - Vor dem extrem wichtigen Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg (Samstag/15.30 Uhr/Sky) hat Trainer Felix Magath (68) seinen Kapitän Dedryck Boyata (31) und die Fans von Hertha BSC in die Pflicht genommen.

Kapitän Dedryck Boyata (31) soll das Ruder in die Hand nehmen und Hertha BSC zum Bundesliga-Klassenerhalt führen.
Kapitän Dedryck Boyata (31) soll das Ruder in die Hand nehmen und Hertha BSC zum Bundesliga-Klassenerhalt führen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Ob er damit an den richtigen Schrauben dreht? Schlechter als bei der 1:4-Derby-Packung gegen den 1. FC Union Berlin kann es ohnehin kaum werden.

Für Herthas Chefcoach fehlte gegen die Eisernen jemand, der nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Gegentreffer "das Heft in die Hand genommen hätte", wie er auf einer Pressekonferenz am Freitag erklärte.

Damit das gegen den FCA besser aussieht, zählte Magath seinen Mannschaftsführer Boyata öffentlich an. In den Augen des 68-Jährigen trat der belgische Innenverteidiger "bisher zu schüchtern" auf.

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Gerade weil der Abwehrboss ein "erfahrener" und "exzellenter Spieler hoher Qualität" sei, müsse er noch "bestimmender" auftreten. "Ich erhoffe mir natürlich, dass er sich da auch angesprochen fühlt", machte der Korkut-Nachfolger eine klare Ansage.

Felix Magath fordert Unterstützung durch die Fans von Hertha BSC

Zwischen der Mannschaft und den Fans von Hertha BSC herrschte zuletzt dicke Luft.
Zwischen der Mannschaft und den Fans von Hertha BSC herrschte zuletzt dicke Luft.  © Soeren Stache/dpa

Einen weiteren eindringlichen Appell richtete der Übungsleiter an die blau-weißen Anhänger. Einige von ihnen hatten die Mannschaft nach der saftigen Derby-Niederlage aufgefordert, ihre Trikots auszuziehen, weil sie dessen nicht würdig seien.

Magath glaubt nicht, dass man so aus der Krise kommt. "Es nützt nichts, Spielern jetzt Vorwürfe zu machen", stellte er während der Medienrunde klar. "Wenn wir diese Mannschaft, diese Spieler, jetzt nicht unterstützen, dann wird's ganz schwer", hielt er fest.

Bleibt abzuwarten, ob sich die 1000 Hertha-Fans mit einem Augsburg-Ticket diese Worte tatsächlich zu Herzen nehmen oder ob die belehrende Art des Trainers stattdessen für noch mehr Unmut bei den Herthanern sorgt. Die Stimmungslage dürfte auf jeden Fall stark vom Ergebnis am Samstag und vom generellen Auftreten der Kicker abhängen.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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