"Kein Alibi mehr" für Hertha BSC: Dardai schmeißt Taktik über den Haufen

Berlin - Trainer Pal Dardai (45) hat nach der Niederlage im Hauptstadt-Duell die Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel von Hertha BSC gegen Bayern-Bezwinger FC Augsburg umgestellt.

Coach Pal Dardai (45) versucht Hertha BSC mit allen Mitteln auf den Erfolgskurz zu bringen. Da kann auch schon mal die Taktikbesprechung ausfallen.
Coach Pal Dardai (45) versucht Hertha BSC mit allen Mitteln auf den Erfolgskurz zu bringen. Da kann auch schon mal die Taktikbesprechung ausfallen.  © Andreas Gora/dpa

Sie hätten noch ein bisschen mehr trainiert, mehr für die Fitness gemacht, dafür aber weniger taktische Sitzungen abgehalten. Der Kopf solle frei sein, betonte Dardai am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

"Es gibt kein Alibi mehr, am Wochenende nicht zu fighten", sagte der Coach des Berliner Bundesliga-Klubs, der nur einen Punkt aus den vergangenen drei Meisterschaftsspielen holte.

In der Tabelle hatte das Konsequenzen: Hertha liegt auf dem 14. Platz mit nur noch einem Zähler Vorsprung auf den FCA. Bei einer Pleite gegen die Augsburger droht der Relegationsplatz.

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Diese kämen auch übers "beißen, übers fighten", befand Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic (50). Ob es von Vor- oder Nachteil sei, gegen die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl (46) nach deren Sieg gegen den deutschen Rekordmeister und Tabellenführer Bayern München spielen zu müssen - Bobic ließ es eher offen.

Nach einem Sieg gegen die Münchner sei in der Woche danach vieles einfacher.

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"Einen solchen Erfolg richtig einzuschätzen, ist die große Kunst", sagte Bobic. "Ich hätte nichts dagegen, wenn es uns erneut gelingt, einen Gegner zu besiegen, der vorher gegen den FCB gewonnen hat." Gegen Bobics Ex-Club Eintracht Frankfurt war den Berlinern genau das gelungen.

Verzichten muss die Hertha, die mit 20.000 Fans im maximal für knapp 40.000 Zuschauern zugelassenen Olympiastadion unter 2G-Regeln plus Maskenpflicht auf den Plätzen rechnet, weiter auf den verletzten Lukas Klünter (25) und Kapitän Dedryck Boyata (30), der die letzte Partie seiner Drei-Spiele-Sperre absitzen muss.

Ob Stevan Jovetić nach seiner Zwangspause wegen positiver Corona-Teste spielen wird, ließ Dardai offen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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