Hertha-Star Boateng kämpft mit Vorbereitung: "Er wird das hinbekommen"

Von Jens Mende

Berlin - Die Trainings-Maloche unter Pal Dardai (45) setzt auch Herthas prominentem Neuzugang Kevin-Prince Boateng (34) heftig zu. "Er hat nicht wenig gearbeitet. Das hinterlässt Spuren", sagte Trainer Dardai nach dem 4:4 seines Klubs im Testspiel gegen Zweitligist Hannover 96.

Herthas Kevin-Prince Boateng (34) spielte im Testspiel gegen Hannover 96 60 Minuten lang. Die Vorbereitung hat beim Routinier Spuren hinterlassen.
Herthas Kevin-Prince Boateng (34) spielte im Testspiel gegen Hannover 96 60 Minuten lang. Die Vorbereitung hat beim Routinier Spuren hinterlassen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der 34 Jahre alte Boateng, der erstmals in der Saison-Vorbereitung von Hertha BSC 60 Minuten ran musste, zeigte mit guten Pässen seine Stärken, hat aber auch noch Rückstände vor allem im physischen Bereich.

"Offensiv sind seine Pässe einfach geil. Das bringt uns weiter", betonte Dardai. "Aber defensiv muss er noch mehr machen, wenn er frisch und fit ist."

Da auch der Argentinier Santiago Ascacibar (24), der mit Boateng gegen die 96er die Mittelfeldzentrale besetzte, noch nicht die nötige Frische hat, fehlte Hertha die Stabilität in der wichtigen Zone. Der gebürtige Berliner Boateng hatte zuletzt für den AC Monza in der zweiten italienischen Liga gespielt.

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"Er ist Profi und wird es hinbekommen", sagte Dardai zu Routinier Boateng, der nach 14 Jahren bei 13 verschiedenen europäischen Klubs zu seinem Ausbildungsverein zurückgekehrt ist.

Der Trainer skizzierte nochmals das Anforderungsprofil für den ehemaligen Nationalspieler von Ghana: "Torbeteiligung, letzter Pass, vorletzter Pass, die Mannschaft beruhigen, dafür ist er da."

Hertha BSC testet am Samstag gegen den FC St. Pauli

Im nächsten Test am Samstag bei Zweitligist FC St. Pauli will Dardai die Belastungen weiter verteilen. Ein Teil seines Kaders soll wieder 60 Minuten spielen, der andere 30 Minuten und eine Trainingseinheit anschließen.

"In Österreich kriegt dann jeder seine Chance. Alles wird bewertet. Dann müssen wir eine Achse sehen", sagte Dardai mit Blick auf das zweite Trainingslager ab dem 25. Juli in Leogang. Dann sind bis auf die Olympia-Spieler auch alle Profis mit dabei.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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