Leckie schickt Christensen heim: Herthas letzter WM-Teilnehmer spielt gar nicht mehr in Berlin

Berlin - Acht Tore gelangen Mathew Leckie (31) während seiner Zeit bei Hertha BSC, 14 Buden sind es seit Mittwoch für die Nationalmannschaft Australiens. An das jüngste wird sich der Ex-Herthaner wohl noch sein ganzes Leben erinnern. Erstmals seit 16 Jahren ziehen die Socceroos wieder bei einer WM ins Achtelfinale ein - dank Leckie.

Pure Freude: Mathew Leckie (31) schießt Australien mit seinem ersten WM-Tor ins Achtelfinale.
Pure Freude: Mathew Leckie (31) schießt Australien mit seinem ersten WM-Tor ins Achtelfinale.  © Thanassis Stavrakis/AP/dpa

"Das ist eines der wichtigsten Tore, das ich je gemacht habe", so der Matchwinner, der sein Glück nach dem 1:0 über Dänemark kaum fassen konnte. "Es ist schwer, meine Emotionen zu beschreiben."

Nach einem Konter nahm es der Australier mit gleich zwei Verteidigern auf, schlug einen Haken, noch einen Haken und vollendete sein Solo mit einem Flachschuss in die lange Ecke.

Sein erstes WM-Tor bei der nun schon dritten WM-Teilnahme ließ ganz Australien jubeln. Obwohl das Spiel mitten in der Nacht lief, lagen sich beim Public Viewing in Melbourne Tausende Menschen in den Armen.

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Grenzenlose Freude auf der einen Seite, Trauer auf der anderen Seite! Die Dänen, vergangenen Sommer bei der Europameisterschaft noch im Halbfinale, scheiden damit nach einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung vorzeitig aus. Bedeutet: Für Hertha-Keeper Oliver Christensen (23) ist das Turnier gelaufen.

Gespielt hat der 23-Jährige zwar nicht, als Nummer zwei hinter Kasper Schmeichel (36) kehrt er aber mit einer wertvollen Erfahrung nach Berlin zurück.

Krzysztof Piatek ist Herthas letzter WM-Teilnehmer

Hertha-Leihgabe Krzysztof Piatek (27, r.) hatte mit seinen Polen gegen Superstar Lionel Messi (35) keine Chance.
Hertha-Leihgabe Krzysztof Piatek (27, r.) hatte mit seinen Polen gegen Superstar Lionel Messi (35) keine Chance.  © JUAN MABROMATA / AFP

Hertha-Fans können somit nur noch einem einzigen Profi die Daumen drücken - und der spielt gar nicht mehr für den Hauptstadtklub.

Krzysztof Piatek (27) zitterte sich mit Polen nach einer 0:2-Niederlage gegen Argentinien ins Achtelfinale. Saudi-Arabiens Last-Minute-Treffer zum 1:2 gegen Mexiko verhinderte gerade so, dass die Fair-Play-Wertung zugunsten Polens greifen musste.

Piatek selbst durfte wenige Minuten dabei mitwirken, die 0:2-Pleite ins Ziel zu bringen. Auch gegen Saudi-Arabien (2:0) wurde der Pistolero eingewechselt. Auf Torejagd geht der Goalgetter für die Alte Dame aber schon länger nicht mehr. Piatek (11 Spiele/drei Treffer) war schon vergangenen Winter an Florenz verliehen und kickt derzeit auf Leihbasis für US Salernitana in der Serie A. Die WM ist auch eine Chance, seinen Marktwert zu steigern.

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Wie lange die Katar-Reise der Polen noch andauert, wird sich zeigen. Sie treffen am Sonntag (16 Uhr) auf Weltmeister Frankreich. Mathew Leckie bekommt es am Samstag mit Super-Star Lionel Messi und Argentinien (20 Uhr) zu tun.

Titelfoto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

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