Nach Bayern-Debakel: Hertha-Trainer Pal Dardai zeigt sich schonungslos ehrlich

Berlin - Trainer Pal Dardai (45) kann auch nach dem 0:5-Debakel beim FC Bayern München noch auf Rückendeckung von Geschäftsführer Carsten Schmidt (57) bei Hertha BSC bauen.

Trainer Pal Dardai (45) hat sich trotz der Pleite in München das Vertrauen in sein Können nicht verspielt.
Trainer Pal Dardai (45) hat sich trotz der Pleite in München das Vertrauen in sein Können nicht verspielt.  © Sven Hoppe/dpa

"Pal hat unser Vertrauen in dieser Phase absolut erarbeitet und wir haben auch das Vertrauen, dass er genau das, was wir jetzt brauchen, nämlich das 'Gemeinsam Hertha' jetzt schafft", sagte Schmidt am Sonntag in der Sendung "Doppelpass" von Sport1. In der vergangenen Saison hatte Dardai den Klub vor dem Abstieg bewahrt.

Kurz zuvor hatte der Chefcoach in einer Medienrunde erneut klargemacht, dass er nicht an seinem Posten hänge.

"Wahrscheinlich sucht Hertha BSC seit langem einen großen Trainer. Pal ist ein kleiner Trainer, ein netter Trainer, er hilft aus so lange wie es sein soll. Wenn ein ganz großer Trainer hier ist, geht Pal sofort zurück zur U16 und macht seine Sache wie früher", sagte Dardai nach dem Fehlstart mit null Punkten aus drei Spielen in der Fußball-Bundesliga.

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Schmidt macht deutlich, dass die Ziele für diese Saison unverändert bleiben. "Ich sehe keine Schadensbegrenzung, sondern wie wir ausgegeben haben: Diese Saison wollen wir einen Schritt machen, um eine stabile Saison zu spielen", sagte Schmidt. Man müsse aber "sportlichen Erfolg im September einleiten".

Schmidt betonte, dass Investor Lars Windhorst (44) weiter zum Verein stehe. Die 375 Millionen Euro, die dessen Tennor Gruppe investiert habe, seien in Transfers, Gehälter, aber auch in die Tilgung von Altschulden und zum Bestehen in der Coronakrise genutzt worden.

Dardai hatte nach dem Klassenerhalt sich von dem von Windhorst geprägten Begriff des Big City Clubs distanziert.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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