Nach Lehmann-Aus bei Hertha: Kein schneller Ersatz im Aufsichtsrat!

Berlin - Investor Lars Windhorst (44) will sich bei der Benennung eines Nachfolgers von Jens Lehmann (51) für den Aufsichtsrat von Hertha BSC Zeit lassen.

Jens Lehmann (51) ist nicht länger im Aufsichtsrat von Hertha BSC.
Jens Lehmann (51) ist nicht länger im Aufsichtsrat von Hertha BSC.  © dpa/Martin Meissner/AP-Pool

Mögliche Kandidaten würden in Ruhe ausgewählt, hieß es am Donnerstag von Windhorsts Tennor Group. Der Geldgeber des Berliner Fußball-Bundesligisten hatte am Mittwoch die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Nationaltorwart als Berater seiner Investment-Firma nach genau einem Jahr beendet.

Grund war Lehmanns rassistische Äußerung über Ex-Profi Dennis Aogo, den er als "Quotenschwarzer" des TV-Senders Sky bezeichnet hatte. Dadurch endete auch automatisch Lehmanns Mandat für Windhorst im Hertha-Aufsichtsrat. Der frühere Torwart hatte sich am Mittwoch bei Aogo für seine per Whatsapp getätigte Aussage entschuldigt.

Der Unternehmer Windhorst hält durch sein Investment in Höhe von 374 Millionen Euro 66,6 Prozent der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA und kann vier der neun Mitglieder des Aufsichtsrates benennen.

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Dem Aufsichtsrat gehören für Windhorst noch der Medienunternehmer Georg Kofler, der Jurist Thomas Werlen und Tarek Malek von der Tennor Group an.

Investor Lars Windhorst (44) will sich mit der Benennung der Nachfolge Zeit lassen.
Investor Lars Windhorst (44) will sich mit der Benennung der Nachfolge Zeit lassen.  © dpa/Christophe Gateau

Vor Lehmann hatte Windhorst Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat berufen, dessen Engagement endete im Februar 2020 abrupt nach dem Aus als Hertha-Coach.

Titelfoto: dpa/Martin Meissner/AP-Pool, dpa/Christophe Gateau

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