Nach Klassenerhalt gegen Köln: Pal Dardai vermeidet klare Aussage zu Trainer-Job

Berlin - Pal Dardai (45) hat trotz des Klassenerhalts mit Hertha BSC eine klare Aussage zu einer Fortsetzung seines Trainer-Jobs in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga vermieden.

Herthas Trainer Pal Dardai (45, r.) und Schiedsrichter Deniz Aytekin (42) schütteln nach dem Spiel die Hand.
Herthas Trainer Pal Dardai (45, r.) und Schiedsrichter Deniz Aytekin (42) schütteln nach dem Spiel die Hand.  © Soeren Stache/dpa-Pool/dpa

"Ich bin ein Herthaner, dann können wir hier nicht über einen Wunsch reden", sagte der Chefcoach der Berliner am Samstag nach dem 0:0 gegen den 1. FC Köln. "Ich habe auf jeden Fall bei Hertha BSC einen Job. Ich bin froh, dass ich ein Teil bin von dieser Familie", sagte der 45-Jährige.

Dardai hatte die Hertha im Januar als Nachfolger von Bruno Labbadia (55) in großer Abstiegsnot übernommen und mit zuletzt acht Spielen ohne Niederlage zum Klassenverbleib geführt.

Laut Vereinsgaben hat Dardai einen Vertrag als Bundesliga-Trainer bis 2022. Unbestätigten Medienberichten zu Folge gilt die Vertragsdauer allerdings nur bei 24 erreichten Punkten. Diese Marke kann Dardai nicht mehr schaffen, derzeit hat Hertha in seiner aktuellen Amtszeit 18 Zähler geholt.

"Für mich ging es auch darum mein Gesicht nicht zu verlieren. Zum Schluss musste ich meinen eigenen Arsch auch retten", sagte Dardai. Bereits 2015 hatte der Ungar die Berliner vor dem Abstieg bewahrt. 2019 wurde er als Chefcoach abgelöst und übernahm nach einer Auszeit ein Amt in der Nachwuchsabteilung. Dorthin könnte er nun wieder zurückkehren.

Ob Dardai auch der Angriff auf die perspektivisch angestrebten Europapokal-Plätze zugetraut wird, muss auch der neue Sportchef Fredi Bobic (49) entscheiden, der zur kommenden Saison von Eintracht Frankfurt zur Hertha wechselt.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Pool/dpa

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