Nach sechs Monaten: Ex-Hertha-Profi Sinan Kurt wieder vereinslos

Berlin - Auch in der slowakischen Liga bleibt Sinan Kurt (24) der Durchbruch verwehrt! Nach gerade mal einem halben Jahr hat der Offensivspieler den Vertrag beim FC Nitra aufgelöst.

Sinan Kurt (24) spielte von 2016 bis 2019 bei Hertha BSC. Den Durchbruch schaffte er aber nie.
Sinan Kurt (24) spielte von 2016 bis 2019 bei Hertha BSC. Den Durchbruch schaffte er aber nie.  © Thomas Eisenhuth/dpa

Erst im Januar wagte Kurt den Schritt in die Slowakei, wollte dort wieder genügend Spielpraxis sammeln und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Auch Nitra hatte große Ambitionen, steht nun aber vor einem Scherbenhaufen. Die deutsche Investorengruppe um Peter Hammer und Nik Schwarz hat sich wieder zurückgezogen.

"Lange Geschichte. Habe kein Gehalt bekommen und noch viele andere Dinge", erklärte der Fußballer kurz und knapp sein Aus via Instagram.

Nun ist der 24-Jährige wieder vereinslos. Ein Gefühl, das Kurt bereits kennt. Bis zu seinem Engagement beim Regionalligisten SV Straelen war der Flügelspieler über ein Jahr auf Vereinssuche.

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Nach nur rund drei Monaten und sieben Spielen brach der einstige Bundesliga-Profi seine Zelte beim Viertligisten wieder ab und wechselte zum FC Nitra.

Kurt galt einst als eines der größten Talente Deutschland. Mit 18 Jahren wagte er den Schritt zum großen FC Bayern München. Beim Rekordmeister fiel der Youngster aber viel weniger durch Leistungen als durch einen Helikopterflug auf.

Sinan Kurt blieb der Durchbruch bei Gladbach, Bayern und Hertha verwehrt

Sinan Kurt beim Testspiel gegen Slavia Prag.
Sinan Kurt beim Testspiel gegen Slavia Prag.  © Soeren Stache/dpa

Im Winter 2016 griff schließlich Hertha BSC zu. In Berlin sollte der Jungprofi wieder zu alter Stärke finden, der Durchbruch blieb ihm aber auch in der Hauptstadt verwehrt. Mal bremsten ihn Verletzungen, mal stand er sich wegen mangelnder Einstellung selbst im Weg.

Statt gegen Bayern, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und Co zu spielen, kam er meist in der U23 zum Einsatz. Die Bilanz in drei Jahren Berlin: zwei Kurzeinsätze! Eine Minute gegen den Hamburger SV, vier gegen seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach.

Der ehemalige Gladbacher verließ Deutschland und die große Fußballbühne. In der österreichischen 2. Liga wagte der damals 22-Jährige den Neunanfang. Sein Klub, die WSG Wattens, schaffte gar den Aufstieg, eine Zukunft in Tirol hatte das einstige Top-Talent aber nicht. Kurt fiel der Ausländerbeschränkung zum Opfer.

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Erst nach über einem Jahr Vereinslosigkeit wurde der Ex-Herthaner mit Straelen schließlich fündig. Das soll diesmal nicht so lange dauern. "Ich bin offen für alles, würde gern wieder im Ausland spielen, aber auch in der Bundesliga oder der Zweiten Liga in Deutschland", erklärte der Flügelflitzer der "Rheinischen Post".

Titelfoto: Thomas Eisenhuth/dpa

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