Nullnummer gegen Bielefeld: Hertha quält sich zu einem Punkt im Abstiegskampf

Berlin - Nur ein Punkt im Endspiel! Hertha BSC kam zum Abschluss des 32. Spieltags der Fußball-Bundesliga nicht über ein 0:0 (0:0) gegen Arminia Bielefeld hinaus. Die Alte Dame ließ im Abstiegskampf zwei wichtige Punkte liegen, bleibt aber zumindest weiterhin vor dem DSC.

Umkämpftes Spiel in Berlin: Die Bielefelder Cedric Brunner (l.) und Bielefelds Amos Pieper (r.) versuchen Herthas Jhon Cordoba vom Ball zu trennen.
Umkämpftes Spiel in Berlin: Die Bielefelder Cedric Brunner (l.) und Bielefelds Amos Pieper (r.) versuchen Herthas Jhon Cordoba vom Ball zu trennen.  © Soeren Stache/dpa-Pool/dpa

Hertha-Coach Pal Dardai schmiss nach dem überzeugenden 3:0 über den SC Freiburg erneut die Rotationsmaschine an und tauschte fast die komplette Mannschaft aus (acht Wechsel). Lediglich Alexander Schwolow, Santiago Ascacibar und Krzysztof Piatek standen auch schon gegen die Breisgauer in der Startelf.

Bielefelds Trainer Frank Kramer beließ es nach der 0:5-Klatsche bei Borussia Mönchengladbach bei zwei Wechseln. Andreas Voglsammer und Cedric Brunner ersetzten Christian Gebauer und Nathan de Medina.

Die vielen Umstellungen auf Berliner Seite bedeuteten auch eine Rückkehr zum gewohnten 3-5-2-System. Beide Mannschaften spielten zu Beginn munter auf Sieg.

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Bereits nach acht Minuten hatten die Blau-Weißen die erste gute Gelegenheit. Maximilian Mittelstädt, der zunächst auf der ungewohnten rechten Außenbahn agierte, zog nach innen und prüfte mit einem satten Flachschuss Keeper Stefan Ortega.

Auf der anderen Seite kam Joakim Nisson nach einer Ecke frei zum Kopfball, dann verfehlte Manuel Prietls Distanzschuss nur knapp das Gehäuse (17.).

Die Startelf von Hertha BSC

Die Anfangself von Arminia Bielefeld

Hertha BSC tut sich gegen Arminia Bielefeld schwer

Die größte Chance der ersten Halbzeit: Jhon Cordoba (l.) trifft nur den Pfosten. Bielefelds Keeper Stefan Ortega (M.) wär nicht mehr herangekommen.
Die größte Chance der ersten Halbzeit: Jhon Cordoba (l.) trifft nur den Pfosten. Bielefelds Keeper Stefan Ortega (M.) wär nicht mehr herangekommen.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Die Berliner versuchten den Ball in den eigenen Reihen zu halten, hatten mit dem Umschaltspiel der Bielefelder immer wieder Probleme. Schwolow verhinderte mit einer klasse Parade gegen Prietl den Rückstand (28.).

Die Gäste waren nun am Drücker, die bis dato beste Möglichkeit hatten aber die Hausherren. Jhon Cordoba setzte sich an der Außenbahnlinie gleich gegen zwei Gegenspieler durch, drängte in den Strafraum, kam da aber leicht aus dem Tritt. Noch im Fallen beförderte der Kolumbianer die Kugel an den Pfosten - was für eine Gelegenheit (34.)!

Dem Hauptstadt-Klub war die Belastung von zuletzt drei Spielen in sieben Tagen anzumerken. Von der Leichtigkeit, die noch gegen Freiburg zu sehen war, blieb nicht mehr viel übrig. Zu allem Überfluss ging es nach einem Kopfcrash mit Anderson Lucoqui für Mittelstädt nicht mehr weiter (32.).

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Auch nach dem Seitenwechsel lebte die Partie vor allem von der Spannung. Hertha tat sich weiterhin schwer, die zweikampfstarken Ostwestfalen unter Druck zu setzen. Chancen blieben daher auch in der Folge Mangelware. Erst nach 70 Minuten versuchte es der eingewechselte Javairo Dilrosun aus der Distanz, verfehlte das Tor aber klar. Der Flügelflitzer war es auch, der die letzte gute Gelegenheit vergab. Ortega konnte seinen Versuch aus der Distanz aber festhalten (88.).

Weil die Berliner es nun aber schafften, die Offensivbemühungen der Arminen weitestgehend in Schach zu halten, blieb es am Ende beim chancenarmen 0:0. Ein Punkt mit dem beide leben können. Hertha hat das von Dardai ausgerufene Endspiel zwar nicht gewonnen, hält Bielefeld aber durch das bessere Torverhältnis und einem Spiel weniger weiter auf Distanz.

Für die Alte Dame bleibt nur wenig Zeit zum Durchpusten. Es geht weiter Schlag auf Schlag. Bereits am Mittwoch (18 Uhr/Sky) wartet das Nachholspiel beim FC Schalke 04. Arminia Bielefeld empfängt am Samstag (15.30/Uhr) die TSG 1899 Hoffenheim.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Pool/dpa

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