Ohne Schwolow und Schützenhilfe vom Rivalen? Auf Union ist für Hertha kein Verlass!

Berlin - Kurioser Spieltag in der Hauptstadt! Für Hertha BSC geht es beim nächsten Krisen-Duell bei Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr/Sky) um alles. Zumindest bei Trainer Tayfun Korkut (47).

Für Trainer Tayfun Korkut (47) könnte das Spiel in Gladbach womöglich sein letztes für Hertha sein.
Für Trainer Tayfun Korkut (47) könnte das Spiel in Gladbach womöglich sein letztes für Hertha sein.  © Andreas Gora/dpa

Der Dardai-Nachfolger hatte nach der erneuten Blamage gegen Eintracht Frankfurt (1:4) zwar das Vertrauen ausgesprochen bekommen, gleichzeitig stellte Fredi Bobic (50) aber auch ein Ultimatum aus.

"Der Trainer und die Spieler wissen, dass wir am Wochenende punkten müssen. Das ist unausweichlich", sagt der Hertha-Boss bereits am Dienstag. Heißt: Bei einer weiteren Niederlage wäre der Chefcoach kaum noch haltbar.

Korkut (0,75 Punkte im Schnitt) hatte die Berliner erst Ende November übernommen. Nach ordentlichen Beginn baute der im neuen Jahr noch immer sieglose Hauptstadtklub immer weiter ab. "Verlieren verboten, ich habe nichts dagegen", fasste der langjährige Bundesligatrainer seine Situation passend zusammen.

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Beim Gegner sieht es nicht unbedingt besser aus. Nur vier Punkte trennen die Fohlen von den Blau-Weißen. Gewinnt Hertha, ziehen sie die Gladbacher ebenfalls tief in den Abstiegskampf mit rein. Dann könnte es auch für Adi Hütter eng werden.

Bitter: Er muss das Spiel den Abstiegskrimi von der Couch aus verfolgen. Aufgrund einer Corona-Infektion ist der Österreicher weiter in Isolation.

1. FC Union Berlin hat nicht die beste Phase

Für Unions Robin Knoche (l.) und Bastian Oczipka setzte es zuletzt vier Niederlagen in fünf Liga-Spielen.
Für Unions Robin Knoche (l.) und Bastian Oczipka setzte es zuletzt vier Niederlagen in fünf Liga-Spielen.  © Swen Pförtner/dpa

Als wäre der Druck nicht schon groß genug, könnte er sich aus Sicht der Charlottenburger noch vor Anpfiff erhöhen. Theoretisch könnten sie als Tabellen-17. in das Spiel gehen.

Noch hat Hertha einen Zähler Vorsprung auf die direkte Abstiegszone und dem VfB Stuttgart. Die Schwaben sind allerdings drei Stunden zuvor beim Stadtrivalen 1. FC Union Berlin gefordert.

Ausgerechnet die Eisernen sollen Schützenhilfe geben. "Die Hertha wird schon schauen, dass sie nicht auf Hilfe anderer angewiesen ist", sagte Urs Fischer (56).

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Verlassen sollten sich die Herthaner auf die Köpenicker ohnehin nicht. Union ist zwar weiter heimstark, hat nach dem Abgang von Max Kruse (33) aber nicht die beste Phase. Vier Niederlagen in fünf Liga-Spielen trübte die Stimmung.

Zudem hat die Fischer-Elf schon im Februar gegen zwei Keller-Konkurrenten Hertha nicht gerade einen Gefallen getan. Sowohl in Augsburg (0:2), als auch in Bielefeld (0:1) ließen sie Punkte liegen.

Im Tor wird Frederik Rönnow (29) den Corona-Erkrankten Andreas Luthe (35) vertreten - womöglich sogar für den Rest der Saison. "Er genießt mein Vertrauen", sagte Fischer und gestand, dass man sich im Saisonverlauf bereits einmal Gedanken über einen Torwartwechsel gemacht habe.

Auch Korkut wollte sich noch nicht festlegen, wer im Tor stehen wird. Laut "Kicker" wird es Alexander Schwolow (29) offenbar nicht. Herthas eigentliche Nummer eins kehrte erst am Dienstag nach seiner Corona-Infektion ins Training zurück, soll die Reise aber gar nicht erst angetreten haben. Entweder setzt der Chefcoach weiter auf Marcel Lotka (20), die eigentliche Nummer fünf oder gibt Dänemarks U21-Nationalkeeper Oliver Christensen (22) eine Chance.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Swen Pförtner/dpa

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