Pfeifkonzert: Hertha BSC kassiert gegen den SC Freiburg die nächste Pleite!

Berlin - Bitterer Rückschlag! Hertha BSC hat sich beim Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg ein fettes Pfeifkonzert seiner Fans eingehandelt. Die Dardai-Elf blieb beim 1:2 (0:1) vor allem im ersten Durchgang alles schuldig.

Auch der Startelfeinsatz von Stevan Jovetić (l.) brachte Hertha BSC kein Erfolgserlebnis gegen den SC Freiburg.
Auch der Startelfeinsatz von Stevan Jovetić (l.) brachte Hertha BSC kein Erfolgserlebnis gegen den SC Freiburg.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Im Berliner Olympiastadion köpfte Philipp Lienhart die Gäste vor 18.376 Zuschauern schon früh mit 1:0 in Führung (17. Minute), ehe Hertha-Joker Krzysztof Piatek zum 1:1 knipste (70.) und Nils Petersen von der Bank aus kommend zum 2:1-Sieg für den Sport-Club traf (78.).

Hertha-Coach Pál Dárdai tauschte im Vergleich zum 0:6-Debakel gegen RB Leipzig gleich vier Spieler aus. Neben den wieder fitten Dedryck Boyata, Kevin-Prince Boateng und Stevan Jovetić rückte auch Marco Richter in die Startelf der Berliner. Dafür machten Santiago Ascacibar, Vladimir Darida, Jurgen Ekkelenkamp (alle Bank) und der verletzte Deyovaisio Zeefuik Platz.

Auf der anderen Seite sah SC-Trainer Christian Streich keinen Grund etwas zu verändern. Er vertraute damit derselben Elf, die zuletzt einen 3:0-Heimerfolg gegen den FC Augsburg feierte.

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In einer trägen Anfangsviertelstunde konnte weder die Hertha noch der Sport-Club die Fans überzeugen - keine ansehnlichen Kombinationen und wenig Torraumszenen. Wenn es mal gefährlich für die Keeper wurde, dann nach Standards.

Genau eine solche Situation eröffnete dann den Torreigen.

Die Startaufstellung von Hertha BSC für das Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg

Die Mannschaftsaufstellung des SC Freiburg beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Hertha BSC

Philipp Lienhart köpft den SC Freiburg gegen Hertha BSC früh in Führung

Philipp Lienhart (2. v. r.) brachte den SC Freiburg gegen Hertha BSC schon in der 17. Spielminute in Front.
Philipp Lienhart (2. v. r.) brachte den SC Freiburg gegen Hertha BSC schon in der 17. Spielminute in Front.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einer Günter-Ecke setzte sich der SC-Abwehrmann Lienhart am ersten Pfosten gegen Herthas Davie Selke durch. Seinen Kopfball aus kurzer Distanz konnte Keeper Alexander Schwolow nicht mehr parieren- 1:0 für die Gäste (17.)!

Wer gehofft hatte, dass der frühe Rückstand ein Weckruf für die Herthaner sei, der wurde im ersten Durchgang bitter enttäuscht.

Abgesehen von wenigen Distanzschüssen, die allesamt am Tor vorbeiflogen, war von Hertha spielerisch nicht viel zu sehen. Die Gegner aus dem Breisgau hatten so keine Probleme, die Partie zu beruhigen.

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Auch wenn die Einsatzbereitschaft der Berliner stimmte, fehlte es ganz einfach an Spielkultur. So entwickelte sich eine von vielen Zweikämpfen und Fouls geprägte erste Halbzeit, in der Hertha nur auf mickrige 40 Prozent Ballbesitz kam.

Ganz besonders die fehlende Passgenauigkeit im eigenen Aufbau sorgte dafür, dass die Dardai-Truppe mit dem 0:1 und einem fetten Pfeifkonzert der Fans in die Kabine ging.

Zwei Joker knipsen: Nils Petersen vom SC Freiburg kontert den Ausgleich von Herthas Krzysztof Piatek

Krzysztof Piatek netzte für Hertha BSC gegen den SC Freiburg zum zwischenzeitlichen 1:1 ein.
Krzysztof Piatek netzte für Hertha BSC gegen den SC Freiburg zum zwischenzeitlichen 1:1 ein.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Die schwache erste Hälfte wollte Hertha-Trainer Dardai nicht auf sich sitzen lassen. Deswegen stellte er das defensive System von Fünfer- auf Viererkette um und brachte schon nach dem Pausentee zwei frische Kräfte.

Aber trotz der neuen Kicker auf dem Feld mussten sich die Zuschauer lange Zeit mit fußballerischer Rohkost begnügen.

Das sollte sich durch glückliche Händchen der beiden Trainer bald ändern. Dardai brachte unter anderem Piatek und Maximilian Mittelstädt in die Partie.

Den beiden Eingewechselten war es dann vorbehalten, die Fans endlich mal zu begeistern. Flügelflitzer Mittelstädt passte einen Ball von der linken Seite scharf und flach in den Sechzehner, von wo aus der andere Joker Piatek zum 1:1 einnetzte (70.).

Die Freude der Hertha hielt aber nicht lang an, weil Freiburgs Trainer Christian Streich die passende Antwort parat hatte. Gerade als das Spiel in Richtung der Alten Dame zu kippen drohte, wechselte er Nils Petersen ein. Das Freiburg-Urgestein ließ sich nicht zweimal bitten und knipste in sehenswerter Manier bereits zwei Minuten nach seiner Einwechslung zum 2:1 für die Breisgauer (78.).

Nach einer Ecke herrschte im Hertha-Sechzehner einmal mehr das blanke Chaos. Nutznießer war Petersen, der per Fallrückzieher aus circa fünf Metern zum Auswärtssieg des Sport-Clubs traf.

Für beide Teams geht in genau zwei Wochen am 16. Oktober (15.30 Uhr/Sky) weiter. Hertha BSC reist zum Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg empfängt zu Hause RB Leipzig.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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