Radonjic-Entscheidung gefallen: Hertha lässt Kaufoption verstreichen

Berlin - Er gehörte zweifellos zu den Gewinnern nach der Quarantäne: Nemanja Radonjic (25). Pünktlich zum Saisonfinale ging die Leistungskurve des pfleilschnellen Serben von Hertha BSC stetig nach oben. Mit einem Tor und zwei Vorlagen war der 25-Jährige nach der zweiwöchigen Isolation einer der Auffälligsten. Behalten wollen ihn die Berliner trotzdem nicht.

Wenn er einmal das Tempo anzieht, ist Herthas Nemanja Radonjic (25, l.) nur schwer zu stoppen. Hier setzt der Serbe sich gegen Leverkusens Florian Wirtz (18) durch.
Wenn er einmal das Tempo anzieht, ist Herthas Nemanja Radonjic (25, l.) nur schwer zu stoppen. Hier setzt der Serbe sich gegen Leverkusens Florian Wirtz (18) durch.  © Annegret Hilse/Reuters/POOL/dpa

Mit seiner enormen Schnelligkeit ist der Serbe eine echte Waffe. "Als Nemanja fit war, war er für uns ein Unterschiedsspieler. Wir befassen uns mit ihm und einem möglichen Kauf", hatte Sportdirektor Arne Friedrich (41) zuletzt erklärt.

Wie der "Kicker" nun berichtet, verzichtet Hertha BSC aber dennoch darauf, die Kaufoption zu ziehen.

Die Berliner hatten Radonjic erst am letzten Tag der Winter-Transferperiode von Olympique Marseille ausgeliehen. Für etwa 11,5 Millionen Euro hätte der Hauptstadt-Klub den Flügelflitzer fest verpflichten können.

Hertha-Star immer wichtiger: Niklas Stark winkt neuer Vertrag
Hertha BSC Hertha-Star immer wichtiger: Niklas Stark winkt neuer Vertrag

Die Leihgabe hatte zuletzt zwar betont, in Berlin bleiben zu wollen, doch die Ablösesumme ist der Alten Dame offenbar zu hoch, zumal sein Marktwert nur bei etwa 4,5 Millionen Euro liegt.

Abgehakt ist der Transfer damit allerdings noch nicht. Radonjic steht weiterhin auf der Agenda. Hertha spekuliert darauf, dass die Franzosen angesichts der Corona-Krise und dem Einbrechen des Transfermarkts noch einmal gesprächsbereit sind.

Klar ist: Die Berliner wollen sich auf beiden Flügeln verstärken. Der Außenbahnspieler könnte in der neuen Saison also dennoch wieder das Hertha-Trikot überziehen - nur eben nicht für 11.5 Millionen Euro.

Titelfoto: Annegret Hilse/Reuters/POOL/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC: