Serdar und Maolida: Zwei Neuzugänge lassen Hertha hoffen

Berlin - Das nennt man wohl Einstand nach Maß! In der 57. Minute eingewechselt, wurde Myziane Maolida (22) rund 20 Minuten später zum Matchwinner. Mit dem 3:1 entschied der Franzose das Spiel und ließ Hertha BSC beim VfL Bochum über die ersten drei Punkte der Saison jubeln. Ballert der 22-Jährige jetzt auch am Freitagabend die SpVgg Greuther Fürth (20.30 Uhr/DAZN) weg?

Myziane Maolida (22) feierte beim VfL Bochum eine traumhafte Bundesligapremiere. Sein erster Torschuss landete im Netz.
Myziane Maolida (22) feierte beim VfL Bochum eine traumhafte Bundesligapremiere. Sein erster Torschuss landete im Netz.  © Fabian Strauch/dpa

"Der Junge ist sehr positiv und macht einen guten Eindruck. Er ist ein Spieler, den wir so nicht gehabt haben: schnell, Tempodribbling und auch Torgefahr", sagte Pal Dardai auf der Spieltagspressekonferenz. "Wir müssen daran arbeiten, dass er weiter so effektiv bleibt."

In Nizza ist seine Karriere zuletzt ins Stocken geraten. Legten die Südfranzosen 2018 noch zehn Millionen Euro auf den Tisch, überwies Hertha etwa vier Millionen Euro. Die Berliner Luft scheint Maolida gutzutun.

Sein erster Torschuss war gleich drin. Ein Schuss, ein Treffer! So kann es weitergehen. Die Startelf dürfte allerdings wohl noch zu früh kommen, was auch an den Deutschkenntnissen liegt. Maolida spricht nur Französisch.

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"Das hat sehr viel mit der Sprache und dem taktischen Verhalten zu tun. Wir haben den Moment in Bochum gut ausgenutzt."

Im Grunde genommen haben zwei Einzelaktionen das Kampfspiel in Bochum entschieden. Schon das 1:0 durch Suat Serdar (24) ähnelte dem Treffer des Last-Minute-Neuzugangs. Der Ex-Schalker absolvierte eine starke Vorbereitung, ehe auch der 24-Jährige in der Bundesliga nicht großartig auffiel. Das Horror-Jahr mit dem FC Schalke 04 steckte noch in den Gliedern.

Suat Serdar knüpft an Form aus Vorbereitung an

Suat Serdar (24) jubelt über seinen Treffer zum 1:0 in Bochum. Wenig später ließ er noch ein zweites Tor folgen.
Suat Serdar (24) jubelt über seinen Treffer zum 1:0 in Bochum. Wenig später ließ er noch ein zweites Tor folgen.  © Fabian Strauch/dpa

Doch jetzt scheint der vierfache Nationalspieler endgültig in Berlin angekommen zu sein. "Sein Tor in Bochum macht er im Training andauernd", lobte Dardai den Doppeltorschützen. "Wenn er so spielt, hat er die Qualitäten für die Nationalmannschaft: Torgefahr, Laufbereitschaft, das Spiel erkennen."

Neu-Manager Fredi Bobic (49) kann dem Trainer da nur zustimmen. "Wenn er weiter an sich arbeitet, kann sein Weg sehr goldig sein, weil er alles mitbringt, was man für die Position braucht. Er hat ein wirklich schweres Jahr hinter sich und ich glaube, die Art und Weise, wie er die zwei Tore gemacht hat, wird ihm sehr guttun."

Gegen Fürth werden seine Qualitäten und die von Maolida wieder gebraucht. Eine Gala werden die rund 20.000 erwarteten Fans im Olympiastadion wohl nicht zu sehen bekommen. Auf die Berliner wartet mit dem Aufsteiger das nächste Kampfspiel.

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"Wir sind vorbereitet. Wir wollen gewinnen und müssen dafür alles vorbereiten. Ich erwarte einen Arbeitssieg", gibt Dardai die Richtung vor.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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