Trainerdiskussion bei Hertha BSC: Hat Tedesco abgesagt?

Berlin - Schon nach Abpfiff hatte Manager Fredi Bobic (49) nach der 1:2-Pleite gegen den SC Freiburg und der damit verbundenen fünften Niederlage nach sieben Spielen Pal Dardai (45) das Vertrauen ausgesprochen. Der neue Hertha-Boss ist nicht dafür bekannt, schnell den Trainer auszutauschen, wollte sich für den Fall der Fälle aber offenbar vorbereiten.

Pal Dardai (45) hat sich nach dem 2:1 bei Eintracht Frankfurt bei den Diskussionen um seine Person Luft verschafft. Domenico Tedesco (36/r.) soll Hertha BSC eine Absage erteilt haben.
Pal Dardai (45) hat sich nach dem 2:1 bei Eintracht Frankfurt bei den Diskussionen um seine Person Luft verschafft. Domenico Tedesco (36/r.) soll Hertha BSC eine Absage erteilt haben.  © Arne Dedert/dpa, Alexander Vilf/Sputnik/dpa

Wie die Sport Bild berichtet, sollen sich der 49-Jährige und Ex-Schalke-Coach Domenico Tedesco (36) in einem Fünf-Sterne-Hotel in Stuttgart getroffen haben. Zuletzt war dieser eineinhalb Jahre bei Spartak Moskau tätig, führte die Russen erst auf Platz sieben und anschließend - wie damals den FC Schalke 04 - zur Vizemeisterschaft.

Ein Engagement in Berlin kann sich der 36-Jährige offenbar aber derzeit nicht vorstellen. Tedesco erteilte Hertha BSC demnach eine Absage.

Zuvor soll Bobic sich nach dem missglückten Saisonstart bereits vergeblich um Ex-BVB-Coach Edin Terzic (38) bemüht haben, was Herthas Geschäftsführer Sport allerdings dementierte. Er sprach von einem "klaren Dementi."

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Dardai ist vor allem nach den beiden heftigen Klatschen beim FC Bayern München (0:5) und bei RB Leipzig (0:6) in die Kritik geraten.

"Ich habe es ihm persönlich gesagt, und ich sage es jetzt auch öffentlich: Es liegt an Pal Dardai selbst, wie lange er Trainer ist. Es liegt letztlich immer an der Arbeit, die jemand macht", richtete Bobic im Kicker deutliche Worte an den Trainer.

Und die Hertha-Ikone lieferte Argumente. Beim 2:1 bei Eintracht Frankfurt zeigte Hertha vor allem in der ersten Hälfte die beste Saisonleistung. Die Mannschaft setzte den Plan konsequent um.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa, Alexander Vilf/Sputnik/dpa

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