Abwehr-Sorgen immer schlimmer: Hertha schlägt Fürth dank Super-Joker Ekkelenkamp!

Berlin - Was für ein glückliches Händchen! Hertha BSC kann sich über die nächsten drei Punkte freuen. Beim Flutlichtspiel am Freitagabend siegte die Alte Dame mit 2:1 (0:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth. Mann des Abends: Super-Joker Jurgen Ekkelenkamp

Umkämpfte Partie im Olympiastadion. Herthas Dedryck Boyata und Niklas Stark (r.) taten sich gegen Fürths Cedric Itten schwer.
Umkämpfte Partie im Olympiastadion. Herthas Dedryck Boyata und Niklas Stark (r.) taten sich gegen Fürths Cedric Itten schwer.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Branimir Hrgota hatte Fürth vor 21.372 Zuschauern im Olympiastadion per Elfmeter in Führung gebracht (57. Minute). Herthas Ekkelenkamp erzielte den Ausgleich (61.), ehe ein Eigentor von Maximilian Bauer das Spiel mit dem 2:1 drehen konnte (79.).

Von Abwehr-Sorgen geplagt tauschte Hertha-Coach Pal Dardai seine Elf nach dem 3:1 beim VfL Bochum auf gleich fünf Positionen aus. Für die verletzten Lukas Klünter und Jordan Torunarigha rückten Deyovaisio Zeefuik, sowie Marton Dardai in die Startelf. Myziane Maolida (Starelf-Premiere), Marvin Plattenhardt und Kevin-Prince Boateng erhielten zudem den Vorzug vor Dennis Jastrzembski, Marco Richter und Vladimir Daria.

Fürths Trainer Stefan Leitl nahm lediglich eine Veränderung vor: Jeremy Dudziak ersetzte Julian Green (Bank).

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Die neu formierte Hertha-Mannschaft musste sich erst noch finden. Die Anfangsphase ging klar an die Gäste, den ersten Hochkaräter hatten aber die Gastgeber.

Ishak Belfodil setzte Suat Serdar in Szene, der schüttelte seinen Gegenspieler ab und schlenzte den Ball nur wenige Zentimeter am Kasten vorbei (16.). Fünf Minuten später rettete Nick Viergever in höchster Not gegen Lucas Tousart. Maolida hätte das Zuspiel nur noch über die Linie drücken müssen (21.).

Gerade als die Berliner etwas besser in die Partie fanden, musste Dardai den nächsten verletzten Abwehrspieler beklagen. Dedryck Boyata musste ohne Fremdeinwirkung vom Platz. Für den Kapitän kam der 17-jährige Linus Gechter.

Die Startelf von Hertha BSC

Die Anfangself der SpVgg Greuther Fürth

Joker Jurgen Ekkelenkamp gibt die schnelle Antwort

Herthas Joker wurden wie schon in Bochum zum Matchwinner. Jurgen Ekkelenkamp (r.) jubelt mit Dennis Jastrzembski über sein Treffer zum 1:1.
Herthas Joker wurden wie schon in Bochum zum Matchwinner. Jurgen Ekkelenkamp (r.) jubelt mit Dennis Jastrzembski über sein Treffer zum 1:1.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Hertha tat sich weiterhin unheimlich schwer. Es wurde das erwartete Kampfspiel. Erst kurz vor der Pause kamen die Hausherren noch einmal gefährlich vor das Tor. Eine scharfe Hereingabe von Zeefuik verpassten aber sowohl Belfodil als auch Maolida (39.).

Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Beide Defensivreihen standen sicher. Gefährlich wurde es wenn überhaupt nach Kontern. Belfodils Versuch stellte Ex-Hertha-Keeper Sascha Burchert aber vor keine Probleme.

Stattdessen hatte der Aufsteiger plötzlich die große Chance zur Führung. Zeefuik verlor erst den Ball an der Außenlinie, schaffte es dann nicht entschieden zu klären und brachte Dudziak im Strafraum zu Fall.

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Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte auf den Punkt. Hrgota ließ sich die Chance nicht nehmen - 0:1 (57.)

Lange konnten sich die Gäste aber nicht freuen. Zunächst verhinderte Burchert gegen Maolida noch den Einschlag, war aber bei der anschließenden Ecke machtlos. Der gerade erst eingewechselte Ekkelenkamp stieg am höchsten und nickte zum Ausgleich ein - 1:1 (61). Die schnelle Antwort! Der erste Ballkontakt landete gleich im Tor.

Hertha BSC dreht das Spiel und siegt gegen Greuther Fürth!

Angetrieben von den Fans aus der Ostkurve suchte Hertha den Weg nach vorne, versuchte es aber zu häufig mit dem Kopf durch die Wand. Auf einen war aber Verlass: Super-Joker Ekkelenkamp!

Nachdem zunächst Burchert gegen Selke retten konnte (78.), war Herthas Neuzugang erneut zur Stelle. Eine Flanke des eingewechselten Richter verlängerte Ekkelenkamp, sodass Bauer die Kugel unglücklich über die Linie drückte - 2:1 (79.). Spiel gedreht.

Der Aufsteiger versuchte in der Schlussphase hier noch einen Punkt mitzunehmen, doch die Alte Dame wusste den Heimsieg über die Zeit zu bringen.

Für Hertha BSC wird der Spielplan nicht unbedingt leichter. Die Berliner müssen nächsten Samstag zu RB Leipzig (15.30 Uhr/Sky). Greuther Fürth empfängt am Freitagabend Rekordmeister FC Bayern München.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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