Trotz Schwarz' Horrorbilanz: So will Hertha Gladbach schlagen

Berlin - Der Borussia Park ist bislang nur selten eine Reise wert. In den letzten zehn Jahren konnte Hertha BSC bei Borussia Mönchengladbach nur einmal gewinnen (sieben Niederlagen, zwei Remis). Bei Sandro Schwarz (43) sieht es noch düsterer aus. Der Ex-Mainz-Coach konnte gegen die Fohlen noch nie gewinnen.

Hertha-Coach Sandro Schwarz (43) konnte als Trainer noch nie gegen Gladbach gewinnen.
Hertha-Coach Sandro Schwarz (43) konnte als Trainer noch nie gegen Gladbach gewinnen.  © Christophe Gateau/dpa

"Ich kann mich aber noch an sehr gute Auftritte erinnern, auch in Gladbach", blickt Herthas neuer Chefcoach dem schweren Auswärtsspiel am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) positiv entgegen. "Es ist jetzt eine neue Mannschaft, eine neue Aufgabe."

Gegen Eintracht Frankfurt (1:1) war seine Mannschaft bereits drauf und dran. Mit ein bisschen mehr Glück im Abschluss wäre eventuell sogar mehr drin gewesen als "nur" ein Punkt. Diesen guten Eindruck wollen die Herthaner auch in Gladbach bestätigen. Das wird schwer genug.

"Borussia kommt über den Ballbesitz, sie haben gute Fußballer in ihren Reihen. Wir müssen gut verteidigen und unsere Offensivmöglichkeiten auf den Platz bekommen", so Schwarz. "Wir brauchen eine Mischung aus beidem. Wenn wir tiefer stehen, ist es wichtig, dass wir uns nicht zu passiv verhalten."

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Ähnliches ist seiner Mannschaft gegen die Eintracht passiert, die gegen Ende der ersten Halbzeit besser reinkam, auch weil Hertha sie machen ließ. "Wir brauchen eine Aktivität. Das heißt nicht, dass man wie wild vorne drauf marschiert, sondern dass man es gemeinsam macht, sich gegenseitig absichert."

Dickes Fragezeichen hinter Marvin Plattenhardt

Ex-Hertha-Keeper Marcel Lotka (20) kann den Ball nur noch hinterhergucken. Das letzte Auswärtsspiel in Gladbach war das letzte Spiel für Ex-Trainer Tayfun Korkut (48).
Ex-Hertha-Keeper Marcel Lotka (20) kann den Ball nur noch hinterhergucken. Das letzte Auswärtsspiel in Gladbach war das letzte Spiel für Ex-Trainer Tayfun Korkut (48).  © Federico Gambarini/dpa

Die Fohlen, die vergangenen Spieltag auf Schalke (2:2) in der Nachspielzeit noch den möglichen perfekten Start mit zwei Siegen aus der Hand gaben, sind nicht nur wegen des erwarteten vielen Ballbesitz eine andere Hausnummer als Union und Frankfurt. Erstmals trifft die Alte Dame auf eine Viererkette. "Es ist schon nochmal eine andere Aufgabe, was das Anlaufverhalten betrifft", so Schwarz.

Bei allem Fokus auf die Defensive will der 43-Jährige aber nicht die Offensive aus den Augen verlieren. "Wir haben dennoch den Anspruch, die Kugel haben zu wollen und wollen für viel Tiefe in unserem Spiel sorgen", erklärt der 43-Jährige. "Wir wollen unseren Speed auf den Platz bekommen, aber auch unsere fußballerischen Qualitäten sind notwendig."

Verzichten muss der Fußballfachmann vermutlich erneut auf seinen Kapitän. Hinter Marvin Plattenhardt steht ein großes Fragezeichen. Ebenso bei Myziane Maolida (23). Beide mussten schon gegen Frankfurt mit muskulären Problemen passen, wobei Letzterer schon "einen Schritt weiter" sei.

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Definitiv fehlen werden Kelian Nsona (20), Dong-Jon Lee (25), Jessic Ngankam (22) sowie Linus Gechter (18), der an einem Infekt leidet. Auch Derry Scherhant (19), der am Samstag sein Bundesliga-Debüt kam, fällt aus.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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