Wen Hertha jetzt gut gebrauchen könnte: So läuft es für die sieben Leihspieler

Berlin - Am Ende wurde es doch ein Umbruch, der zweite innerhalb von nur zwei Jahren. Ganze 13 Spieler haben Hertha BSC verlassen, allein sieben davon auf Leihbasis. Allzu gut verkraftet haben die Berliner den Qualitätsverlust von Matheus Cunha (22) und Co. aber nicht. Die Alte Dame hat in den ersten sieben Spielen fünf Niederlagen hinnehmen müssen.

Nach nur einem Jahr ist Omar Alderete (24/r.) schon wieder weg. Arne Maier (22/l.) ließ sich nach seiner Leihe zu Arminia Bielefeld erneut ausleihen. (Bildmontage)
Nach nur einem Jahr ist Omar Alderete (24/r.) schon wieder weg. Arne Maier (22/l.) ließ sich nach seiner Leihe zu Arminia Bielefeld erneut ausleihen. (Bildmontage)  © Csaba Domotor/dpa, John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Während sich die neue Hertha erst noch finden und aufpassen muss nicht noch tiefer hinten reinzurutschen, hat die Luftveränderung dem ein oder anderen Ex-Spieler gutgetan. TAG24 zeigt, wie es für die Leihspieler läuft.

Omar Alderete

Angesichts des nicht abreißen wollenden Verletzungspechs in der Abwehr könnte der Hauptstadt-Klub einen Spieler seines Formats derzeit gut gebrauchen: Omar Alderete (24), erst letztes Jahr beim Deadline Day gekommen, hat sich beim FC Valencia auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft. In allen acht Liga-Spielen stand der Innenverteidiger in der Startelf.

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Da bei bestimmten Parametern, wie dem Erreichen des Europacups eine Kaufpflicht von etwa 7,5 Millionen Euro greift, ist eine Rückkehr nach Berlin eher unwahrscheinlich.

Arne Maier

Der nächste mit einer Kaufpflicht: Arne Maier (22) kam quasi im Tausch mit Marco Richter (23) zum FC Augsburg. Richtig angekommen ist der U21-Europameister bei den Fuggerstädtern bislang noch nicht. Reichte es meist nur für Kurzeinsätze, stand der 22-Jährige gegen Borussia Dortmund (1:3) erstmals in der Startelf. Beinah wäre dem Mittelfeldstrategen gar sein erstes Bundesligator gelungen, doch sein Distanzschuss klatschte nur an die Latte. Andi Zeqiri (22) staubte ab. So reichte es immerhin für einen Assist.

Kommen noch weitere 24 Startelfeinsätze hinzu, muss ihn der FCA für etwa fünf Millionen Euro fest verpflichten.

Premierentor für Daishawn Redan, Dodi Lukebakio holt sich Stammplatz

Die ersten drei Liga-Spiele bestritt Dodi Lukebakio (24) noch für Hertha BSC. Ausgerechnet gegen den späteren Leihklub VfL Wolfsburg zeigte der Flügelstürmer sein bestes Spiel.
Die ersten drei Liga-Spiele bestritt Dodi Lukebakio (24) noch für Hertha BSC. Ausgerechnet gegen den späteren Leihklub VfL Wolfsburg zeigte der Flügelstürmer sein bestes Spiel.  © Uwe Anspach/dpa

Dodi Lukebakio

Mit seinem Abgang hat vermutlich keiner mehr gerechnet. Einen Tag vor dem Deadline Day schloss sich Dodi Lukebakio (24) überraschend den VfL Wolfsburg an. Bei den Wölfen konnte der Belgier prompt überzeugen, gehörte zuletzt sowohl in der Liga, als auch in der Champions League zur Startformation an. Eine Kaufoption besitzt der VfL nicht.

Javairo Dilrosun

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Seine stärkste Phase hatte Javairo Dilrosun (23) meistens jeweils im September. Bei Girondeaux Bordeaux wartet der begnadete Techniker noch auf seine erste Torbeteiligung. Der trickreiche Flügelflitzer pendelt wie bei Hertha auch in Frankreich zwischen Bank und Startelf.

Daishawn Redan

Wie Dilrosun wechselte auch Daishawn Redan (20) erst auf den letzten Metern. Der Durchbruch blieb dem Sturm-Talent in Berlin verwehrt. Nach missglückten seiner Leihe zum FC Groningen soll es nun in seiner niederländischen Heimat besser laufen. Beim PEC Zwolle ist der Torjäger gesetzt und erzielte am sechsten Spieltag beim 1:1 gegen Sparta Rotterdam gar den Ausgleichstreffer. Es war nicht nur sein Debüt-Tor, sondern Zwolles erster Saisontreffer.

Pechvogel Jessic Ngankam arbeitet am Comeback

Eduard Löwen (24/r.) im Zweikampf mit Stuttgarts Wataru Endo (28/l.). In Bochum hofft die Hertha-Leihgabe auf mehr Spielzeit als zuletzt in Berlin.
Eduard Löwen (24/r.) im Zweikampf mit Stuttgarts Wataru Endo (28/l.). In Bochum hofft die Hertha-Leihgabe auf mehr Spielzeit als zuletzt in Berlin.  © Bernd Thissen/dpa

Jessic Ngankam

Er ist der Pechvogel: Mit seinem Tor beim FC Schalke 04 (2:1) machte sich Hertha-Retter Jessic Ngankam (21) bei den Fans unsterblich, hatte in Berlin aber angesichts der Konkurrenz nur wenig Chancen auf genügend Spielzeit. Die SpVgg Greuther Fürth schnappte sich die Dienste des Nachwuchsstürmers, doch nur zwei Tage später riss der 21-Jährige sich das Kreuzband. Derzeit ackert der Angreifer noch in der Reha. Erst in der Rückrunde wird er vermutlich wieder auf dem Platz stehen können.

Der Aufsteiger sicherte sich zudem noch eine Kaufoption, Hertha allerdings eine Rückkaufoption.

Eduard Löwen

Auch im zweiten Anlauf klappte es bei Hertha BSC nicht. Vergangene Spielzeit holte die Alte Dame Eduard Löwen extra vorzeitig vom FC Augsburg zurück, gespielt hat der 24-Jährige jedoch kaum. Nur ein einziges Mal stand der Mittelfeldkämpfer in der Startelf - am letzten Spieltag gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:2) und auch nur für eine Halbzeit.

Beim VfL Bochum wird der ehemalige Nürnberger wieder gebraucht. Stoppten ihn zu Saisonbeginn noch muskuläre Probleme, pendelt Löwen zwischen Bank und Startelf. Zwei Einsätze in der ersten Elf stehen drei Einwechslungen gegenüber.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa, Csaba Domotor/dpa, John Macdougall/AFP-Pool/dpa

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