Wende dank Piatek? Herthas Pistolero soll wieder knipsen!

Berlin - Die guten Nachrichten gab es schon vorab vom Trainingsplatz. Dedryck Boyata (30) und auch Deyovaisio Zeefuik (23) konnten wieder mit der Mannschaft trainieren. Überstehen beide auch das Abschlusstraining dürfte eine Systemumstellung vom Tisch sein.

Krzysztof Piatek (26) feierte gegen RB Leipzig sein Kurzzeit-Comeback. Die Startelf kommt aber noch zu früh.
Krzysztof Piatek (26) feierte gegen RB Leipzig sein Kurzzeit-Comeback. Die Startelf kommt aber noch zu früh.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild POOL/dpa

"Wenn Boyata und Zeefuik spielen können, dann treten wir mit Fünferkette an", stellte Pal Dardai (45) auf der Pressekonferenz bereits klar. Angesichts der großen Verletzungssorgen in der Abwehr sah es nach der heftigen Klatsche bei RB Leipzig (0:6) zunächst nach einer Rückkehr zur Viererkette aus.

Am Samstag kann Hertha BSC dann gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/Sky) wohl in ihrem gewohnten System mit drei Innenverteidigern - in dem fühlt sich die Mannschaft sicherer - spielen.

Nach dem 0:6-Debakel ist allerdings erstmal Wiedergutmachung angesagt. "Ich erwarte, dass sie dagegenhalten kann und sich nicht durch einen Rückschlag ergibt. Die Körpersprache ist entscheidend", fordert Fredi Bobic (49) einen ganz anderen Auftritt.

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Vorne knipsen könnte dann einer, der schon in der vergangenen Saison gegen die Breisgauer eine entscheidende Rolle eingenommen hatte: Krzysztof Piatek (26) ist wieder zurück! Seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor kann die Alte Dame gut gebrauchen.

Von den Stürmern hat bislang nur Stevan Jovetic (31) getroffen. Davie Selke (26) gibt zwar in jedem Spiel alles, im Abschluss fehlt aber die letzte Konsequenz. Neuzugang Ishak Belfodil (29) fremdelt noch. "Er braucht Bälle. Er muss nicht viel fummeln, er weiß, wo das Tor steht. Das sieht man auch jeden Tag im Training", lobt Dardai den Polen.

Hertha BSC: Krzysztof Piatek hat Luft für 20 Minuten

Krzysztof Piatek (26, 2.v.l.) trifft zum 1:0. Freiburgs Christian Günter (28) kann nur hinterher gucken.
Krzysztof Piatek (26, 2.v.l.) trifft zum 1:0. Freiburgs Christian Günter (28) kann nur hinterher gucken.  © Michael Sohn/AP pool/dpa

Für die Startelf wird es nach seinem Kurzzeit-Comeback bei den Sachsen noch nicht reichen. Herthas Pistolero hat Luft für "20 Minuten bis eine halbe Stunde". Dennoch könnte er den Unterschied ausmachen. "Natürlich wäre es schön, wenn er reinkommt und dann das Siegtor macht."

So wie in der vergangenen Saison! Piatek erzielte zwar nicht das Siegtor, leitete mit einem sehenswerten Treffer zum 1:0 ein ungefährdetes 3:0 ein. Die Voraussetzungen waren ähnlich: Hertha stand, recht frisch aus der Quarantäne kommend, unter Druck.

"Er ist ein fantastischer Abschlussspieler, der nicht viele Kontakte braucht. Wenn er die Möglichkeit hat, versucht er auch Tore zu machen", ist auch Bobic in Frankfurt Piateks Bude gegen Freiburg nicht entgangen. "Das macht auch nicht jeder in dieser Position."

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Damit der Torjäger auch im Strafraum genug Bälle bekommt, wo er seine Stärken ausspielen kann, könnte ein anderer Rückkehrer sorgen. Jovetic ist nach seiner Wadenverletzung zumindest für eine Halbzeit bereit. Wie Piatek wird auch der 31-Jährige sehnlichst erwartet. Dardai: "So einen kreativen Spieler brauchen wir."

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild POOL/dpa, Michael Sohn/AP Pool/dpa

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