Wundertüte Hertha BSC trifft auf Lukebakio: "Er ist jetzt unser Gegner"

Berlin - Es könnte mal wieder einer dieser Spieltage sein, an dem der gerade im Fußball häufig verwendete Begriff "Ausgerechnet" fällt. Erstmals nach seiner Leihe zum VfL Wolfsburg trifft Hertha BSC auf Dodi Lukebakio (24). Und wie das nun mal so ist, wenn man auf einen Ex-Spieler trifft, ist die Angst aufseiten der Hertha-Fans natürlich groß: Trifft "ausgerechnet" der Flügelflitzer gegen die Alte Dame?

Hertha-Leihgabe Dodi Lukebakio (24, l.) setzt sich gegen Stuttgarts Marc-Oliver Kempf (26) durch. Eine Kaufoption besitzt der VfL Wolfsburg nicht.
Hertha-Leihgabe Dodi Lukebakio (24, l.) setzt sich gegen Stuttgarts Marc-Oliver Kempf (26) durch. Eine Kaufoption besitzt der VfL Wolfsburg nicht.  © Swen Pförtner/dpa

Der Belgier kommt bei den Wölfen regelmäßig zum Einsatz (drei Vorlagen), wartet aber noch immer auf seinen ersten Torerfolg.

"Dodi hat große Anlagen, er ist ein sehr, sehr guter Fußballer", sagte Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich (42). "Er hat dort Champions-League-Erfahrungen sammeln können. Das ist sehr wichtig, auch für seine Entwicklung."

Kurios: Der 24-Jährige hat bislang erst ein Saisontor erzielt - gegen Wolfsburg. Am 2. Spieltag verwandelte er noch als Herthaner einen Elfmeter zur zwischenzeitlichen Führung. Nach dem Gesetz der Serie müsste die Leihgabe wieder treffen, womit wir auch schon wieder bei ausgerechnet wären.

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"Er hat diese individuelle Qualität, Spiele auch entscheiden zu können", so Friedrich. "Das ist ja das Interessante am Fußball. Grundsätzlich ist er unser Spieler, aber er ist jetzt unser Gegner. Dementsprechend werden wir es auch so angehen. Wir wissen um seine Stärken, aber auch um seine Schwächen."

Dodi Lukebakio nach seiner Corona-Infektion wieder im Training

Im Hinspiel war Santiago Ascacibar (24, r.) noch sein Mitspieler. Ausgerechnet gegen den VfL Wolfsburg erzielte Dodi Lukebakio sein bislang einziges Saisontor.
Im Hinspiel war Santiago Ascacibar (24, r.) noch sein Mitspieler. Ausgerechnet gegen den VfL Wolfsburg erzielte Dodi Lukebakio sein bislang einziges Saisontor.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Auch Lukebakio, dessen Leistungen in Berlin zu schwankend waren, dürfte entsprechend motiviert sein. Für einen Startelfeinsatz reicht die Zeit nach seiner Corona-Erkrankung vermutlich aber nicht. Der Offensivspieler hatte schon den Rückrundenauftakt verpasst, konnte aber immerhin wieder das Training aufnehmen.

Sowohl Hertha als auch die Wölfe können die Punkte dringend gebrauchen. Beide sind der Abstiegszone wieder verdächtig nah gerutscht. Die Niedersachsen kassierten beim VfL Bochum (0:1) wettbewerbsübergreifend die nun schon achte Pleite in Serie. Das muss angesichts Herthas Unbeständigkeit allerdings kein Vorteil sein.

"Klar bereiten wir uns auf den Gegner vor und wissen, dass sie einen negativen Lauf haben, aber für uns ändert sich nicht groß was. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel. Dann werden wir Tormöglichkeiten bekommen. Wichtig wird sein, dass wir entschlossen sind in den Momenten, die wir haben", kündigte Tayfun Korkut (47) an.

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Auch ohne die Pleiten-Serie bleiben die Wölfe ein unangenehmer Gegner. Von den letzten neun Duellen konnte der Hauptstadt-Klub nur eines gewinnen. Siegtorschütze damals: Dodi Lukebakio!

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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