Holstein Kiel mit schlimmem Fehlstart! Abstiegskampf bis zum Schluss?

Kiel - War der Aderlass im Sommer doch zu groß? Momentan sieht es stark danach aus! Holstein Kiel kassierte am Samstagnachmittag die dritte 0:3-Liga-Pleite in Folge.

Während Holstein Kiel denkbar schlecht in die neue Saison gestartet ist, hat der SSV Jahn Regensburg vier Siege bei 11:0 Toren eingefahren - gegensätzlicher könnte die Gefühlswelt bei beiden Klubs nicht sein.
Während Holstein Kiel denkbar schlecht in die neue Saison gestartet ist, hat der SSV Jahn Regensburg vier Siege bei 11:0 Toren eingefahren - gegensätzlicher könnte die Gefühlswelt bei beiden Klubs nicht sein.  © dpa/Gregor Fischer

Den Aufwind vom 4:2-Pokalsieg nach Verlängerung beim SC Weiche Flensburg konnten die Störche nicht mitnehmen. Zwar starteten sie gut in die Begegnung, agierten im letzten Drittel jedoch zu ungenau und ließen dem überraschend stark gestarteten SSV Jahn Regensburg dreimal zu viel Platz.

Deshalb setzte es im Holstein-Stadion die nächste klare Niederlage. Die KSV hat nun 0:9 Tore nach drei Partien auf dem Konto und ist mit null Punkten Tabellenletzter der 2. Bundesliga!

So langsam dürften bei den Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen, denn mit so einem sportlich enttäuschenden Saisonstart hatten wohl nicht mal die größten Pessimisten gerechnet.

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Doch wer mit Jae-Sung Lee (29, 1. FSV Mainz 05), Janni Serra (23, Arminia Bielefeld), Jannik Dehm (25, Hannover 96) und Jonas Meffert (26, Hamburger SV) vier Stammkräfte ziehen lässt, braucht sich zumindest nicht zu wundern.

Zwar schaffte es Kiel in der Vergangenheit mehrfach, solche Kaderumbrüche zu bewerkstelligen, diesmal sieht das jedoch anders aus.

Im Sturm hat beispielsweise keiner der Neuzugänge bislang eingeschlagen. Fiete Arp (21), Holmbert Aron Fridjonsson (28) und auch Steven Skrzybski (26) suchen nach ihrer Form sowie Treffsicherheit, wirken oft noch wie Fremdkörper im Holstein-Spiel.

Auch Kiels Eigengewächs Philipp Sander konnte die dritte Liga-Niederlage nicht verhindern.
Auch Kiels Eigengewächs Philipp Sander konnte die dritte Liga-Niederlage nicht verhindern.  © dpa/Gregor Fischer

SSV Jahn Regensburg steht dort, wo Holstein Kiel gerne wäre

KSV-Trainer Ole Werner (33) steht mit seinem Team so langsam richtig unter Druck.
KSV-Trainer Ole Werner (33) steht mit seinem Team so langsam richtig unter Druck.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Momentan sieht es so aus, als müssten die Verantwortlichen nachrüsten. Ansonsten drohen die Störche im Abstiegskampf zu versinken.

Denn auch im Mittelfeldzentrum muss sich Patrick Erras (26) an das neue Spielsystem gewöhnen und ist von der Zuverlässigkeit Mefferts ein Stück weit entfernt. Zu allem Überfluss steht die eingespielte Defensive bei weitem nicht mehr so stabil, wie noch 2020/21 und leistet sich immer wieder Patzer.

Gelingt Trainer Ole Werner (33) und seiner Mannschaft nicht bald die Wende, wird es für die Störche schwer, wieder in die Erfolgsspur zu finden. Denn wo soll dann das Selbstvertrauen herkommen?

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Gegen Regensburg mühte man sich, ließ sich jedoch den Schneid abkaufen und bekam eine Lehrstunde in Sachen Effizienz, Defensivstärke und zielgerichtetem Offensivspiel.

Der Jahn steht nämlich für das komplette Gegenteil von Kiel und hat aus den vier Partien (inklusive Pokal) vier Siege bei 11:0 Toren geholt!

Damit steht Regensburg in dieser starken 2. Liga völlig überraschend auf Platz eins und kann an diesem Spieltag auch nicht mehr eingeholt werden. Kiel kann nur neidisch auf den Kontrahenten schauen, dessen finanzielle Mittel bekanntlich begrenzt sind, der in dieser Transferperiode aber Stand jetzt vieles besser als die KSV gemacht hat.

Titelfoto: dpa/Gregor Fischer

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