HSV-Abwehrchef Leistner schwer verletzt: Wem vertraut Coach Thioune jetzt?

Hamburg - Am Dienstag verkündete der HSV, dass sich Abwehrchef Toni Leistner (30) im Spiel gegen den SC Paderborn einen Muskelbündelriss zugezogen hat und mehrere Wochen ausfällt.

HSV-Abwehrchef Toni Leistner (30) fällt mit einem Muskelbündelriss mehrere Wochen aus. (Archivfoto)
HSV-Abwehrchef Toni Leistner (30) fällt mit einem Muskelbündelriss mehrere Wochen aus. (Archivfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Die Hiobsbotschaft kommt für die Rothosen zur Unzeit. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune (46) steht vor entscheidenden Wochen, in denen sich zeigt, ob es in dieser Saison endlich mit dem Wiederaufstieg klappt.

Zwar sind die Hanseaten als Tabellenführer der 2. Bundesliga und mit vier Punkten Vorsprung auf den VfL Bochum und Holstein Kiel in ausgezeichneter Position, die vergangenen beiden Spielzeiten haben jedoch gezeigt, dass man sich an der Elbe nie zu sicher sein kann.

Nichtsdestotrotz waren die Hamburger zuletzt extrem gut drauf, sind seit nunmehr neun Spielen ungeschlagen und gewannen davon sieben.

Entscheidenden Anteil daran hatte auch Leistner, der gemeinsam mit Abwehrtalent Stephan Ambrosius (22) eine zuletzt starke Innenverteidigung bildete und bis zu seiner Verletzung zwölf Spiele in Folge über die kompletten 90 Minuten auf dem Platz stand.

Dabei verlief der Einstieg des 30-Jährigen beim HSV bekanntlicht alles andere als reibungslos: Nach seinem Debüt bei der 1:4-Blamage gegen Dynamo Dresden sorgte er mit seiner Fan-Attacke für einen Eklat und wurde für mehrere Spiele gesperrt.

Wirkliche Alternativen gibt es in der HSV-Innenverteidigung aktuell nicht

Defensiv-Allrounder Moritz Heyer (r.) wird den verletzten Leistner wohl in der HSV-Innenverteidigung ersetzen. (Archivfoto)
Defensiv-Allrounder Moritz Heyer (r.) wird den verletzten Leistner wohl in der HSV-Innenverteidigung ersetzen. (Archivfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Direkt im ersten Spiel nach der Sperre sah er dann gegen die SpVgg Greuther Fürth die Rote Karte, musste erneut aussetzen und saß beim Stadtderby gegen den FC St. Pauli nur auf der Bank.

Seitdem läuft es jedoch beim gebürtigen Dresdner, der im Sommer von den Queens Park Rangers nach Hamburg gewechselt war. Umso schwerer wird es den Rothosen nun fallen, den Ausfall des verletzten Abwehrspielers zu kompensieren.

Gegen Paderborn rückte Allrounder Moritz Heyer (25) aus dem defensiven Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung, Youngster Amadou Onana (19) übernahm dessen Position auf der Sechs.

Wahrscheinlich ist daher, dass Coach Thioune auch am Freitag (18.30 Uhr) beim FC Erzgebirge Aue auf Heyer in der Abwehrzentrale setzt. Zumal es aktuell keine wirklichen Alternativen zu geben scheint:

Gideon Jung (26) kam seit Oktober nur noch zu Kurzeinsätzen, Youngster Jonas David (20) spielte seit der Pokal-Pleite in Dresden nur noch eine einzige Spielminute und Rick van Drongelen (22) befindet sich nach seinem Kreuzbandriss noch im Aufbautraining.

Es scheint so, als müsste Thioune also wieder einmal auf seinen Lieblingsschüler Heyer vertrauen, der ihm im Sommer vom VfL Osnabrück nach Hamburg gefolgt war.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

Mehr zum Thema HSV:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0