HSV-Aufsichtsratschef Jansen spricht Vorstand sein Vertrauen aus

Hamburg - Auch nach dem erneut verpassten Aufstieg des Hamburger SV genießt der Vorstand mit Jonas Boldt (39) und Frank Wettstein (47) das Vertrauen von Aufsichtsratschef Marcell Jansen (35).

HSV-Aufsichtsratschef Marcell Jansen (35) hat dem Vorstand um Jonas Boldt sein Vertrauen ausgesprochen und zögert mit einer erneuten Kandidatur als Präsident (Archivfoto).
HSV-Aufsichtsratschef Marcell Jansen (35) hat dem Vorstand um Jonas Boldt sein Vertrauen ausgesprochen und zögert mit einer erneuten Kandidatur als Präsident (Archivfoto).  © Daniel Reinhardt/dpa

"Wir alle gemeinsam haben den Gesamtorganismus HSV in den vergangenen Monaten stabilisiert – trotz der andauernden Corona-Krise. Daran hat der Vorstand einen großen Anteil", sagte der ehemalige Nationalspieler dem Hamburger Abendblatt.

Der HSV steht vor seiner vierten Spielzeit in der 2. Liga. In Tim Walter (45) wurde am Dienstag der neue Trainer vorgestellt.

Der Verein hatte sich Anfang Mai von Daniel Thioune (46) getrennt, für die letzten drei Spiele war Nachwuchschef Horst Hrubesch (70) eingesprungen. Er finde "das Trainerprofil von Tim Walter sehr, sehr spannend", sagte Jansen.

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Am kommenden Dienstag werden der für den Sport zuständige Boldt und Finanzchef Wettstein dem Kontrollgremium ihre erste Saison-Bilanz vorlegen. Es werde ein "intensiver HSV-Sommer, und wir wissen um unsere Aufgaben", versicherte der 35-jährige Jansen.

Es müsse die Frage nach der Leistungskultur gestellt werden. "Ich erwarte von Top-Verdienern in unserem HSV Top-Leistungen. Da sollte sich jeder Einzelne hinterfragen."

Marcell Jansen zögert mit erneuter Kandidatur als Präsident beim Hamburger SV

Nach eigener Aussage hat Jansen noch nicht entschieden, ob er bei der geplanten Mitgliederversammlung im Sommer erneut für das Präsidentenamt beim HSV e.V. kandidieren wird.

Er war im Februar nach monatelangen Streitigkeiten mit seinen Vizepräsidenten Thomas Schulz und Moritz Schaefer zurückgetreten.

Auch Schulz und Schaefer stellten ihre Ämter zur Verfügung. "Wir brauchen vorab eine ehrliche Aufarbeitung des vergangenen Jahres", sagte Jansen. "Es ist viel passiert, auch bei uns im Verein. Jetzt gilt es erst einmal diese Dinge zu besprechen und den HSV zu stärken."

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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