HSV vor dem Derby: Die Rothosen im Kampf gegen den aktuellen Trend!

Hamburg - Am Montagabend um 20.30 Uhr steigt in Hamburg das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV. Gestern haben wir die aktuelle Situation der Kiezkicker unter die Lupe genommen, heute ist der HSV an der Reihe.

Der aktuelle Trend spricht vor dem Hamburger Stadtderby gegen die HSV-Spieler um Goalgetter Simon Terodde (l.) und Sonny Kittel (M.). (Archivfoto)
Der aktuelle Trend spricht vor dem Hamburger Stadtderby gegen die HSV-Spieler um Goalgetter Simon Terodde (l.) und Sonny Kittel (M.). (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa

Mit 36 Punkten aus 17 Partien spielten die Rothosen eine starke Hinrunde, schossen unter anderem den VfL Osnabrück mit 5:0 aus dem Stadion und wurden zurecht Herbstmeister.

Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune (46) schien - verstärkt durch Routiniers wie Ex-Bayern-Keeper Sven Ulreich (32) und Tormaschine Simon Terodde (32) - auf dem besten Weg, im dritten Anlauf endlich den Wiederaufstieg zu schaffen.

Nun, Ende Februar, ist die Situation eine andere. Zwar sind die Hanseaten immer noch Tabellenführer, allerdings punktgleich mit DREI Teams: Greuther Fürth, Bochum und Holstein Kiel.

Aus den bisherigen fünf Spielen der Rückrunde holte der HSV lediglich sechs Punkte und steht damit in der Rückrundentabelle nur auf Platz zehn!

Fürth, Kiel und Bochum, aber vor allem auch der FC St. Pauli holten im gleichen Zeitraum bedeutend mehr Punkte als die Rothosen. Der aktuelle Trend spricht also klar gegen die Hamburger.

Nach zwei vermeidbaren Unentschieden gegen Erzgebirge Aue (3:3) und Fürth (0:0), bei denen der Rautenklub eigentlich überlegen war, gab es zuletzt auch noch die empfindliche 2:3-Klatsche bei Schlusslicht Würzburger Kickers.

Nicht nur sportlich, auch intern rumort es beim Hamburger SV gewaltig

Hängende Köpfe und enttäuschte Gesichter bei den HSV-Spielern nach dem Debakel gegen die Würzburger Kickers.
Hängende Köpfe und enttäuschte Gesichter bei den HSV-Spielern nach dem Debakel gegen die Würzburger Kickers.  © Timm Schamberger/dpa

Nicht nur die Fans regten sich danach massiv über die teilweise erschreckend schwache Leistung auf, auch die Spieler selbst gingen hart mit sich ins Gericht, sprachen davon "einfach nicht richtig da gewesen" zu sein.

Als wäre die sportliche Leistungsdelle nicht schon genug, knallte es auch noch in der Führungsriege der Hanseaten: Nach wochenlangen Konflikten trat das komplette Präsidium um Marcell Jansen (35) Mitte Februar schließlich zurück.

Dieser Schritt sollte Ruhe in den Verein bringen, um das Ziel Wiederaufstieg nicht zu gefährden. Kurz darauf blamierte sich die Mannschaft in Würzburg.

Während sich der FC St. Pauli zu DEM Team der Stunde gemausert hat, rumort es beim HSV also gewaltig. Die aktuellen Leistungskurven beider Mannschaften könnten unterschiedlicher nicht sein!

Dennoch ist auch klar: Von einer ernsten sportlichen Krise bei den Rothosen zu sprechen, ist angesichts der Tabellenführung natürlich überzogen.

Durch einen überzeugenden Sieg im Derby könnte beim ehemaligen Bundesliga-Dino darüber hinaus auch ganz schnell wieder die verloren gegangene Ruhe einkehren.

Titelfoto: Timm Schamberger/dpa

Mehr zum Thema HSV:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0