HSV-Coach Walter nach schwachem Testspiel: "Waren letzte Woche schon weiter"

Hamburg - "Licht und Schatten", brachte Coach Tim Walter (45) im Anschluss an den 1:0-Testspielsieg des Hamburger SV gegen den dänischen Erstligisten Silkeborg IF die Leistung seiner Mannschaft auf den Punkt.

HSV-Coach Tim Walter (45, M.) hat beim Testspiel gegen Silkeborg IF gesehen, dass noch viel Arbeit vor ihm und seiner Mannschaft liegt. (Archivfoto)
HSV-Coach Tim Walter (45, M.) hat beim Testspiel gegen Silkeborg IF gesehen, dass noch viel Arbeit vor ihm und seiner Mannschaft liegt. (Archivfoto)  © Gregor Fischer/dpa

In der schwachen ersten Halbzeit, in der die Rothosen nicht nur im Spiel nach vorn, sondern auch in der Zweikampfführung und Konzentration einiges vermissen ließen, brachte der Auftritt seiner Elf den 45-Jährigen das ein ums andere Mal auf die Palme. Lautstark machte der Übungsleiter seinem Unmut immer wieder Luft.

"Letzte Woche waren wir gefühlt schon viel, viel weiter und jetzt wissen wir, dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben", resümierte Walter nach Abpfiff. Besonders im Spiel gegen den Ball sah der Trainer noch ordentlich Verbesserungspotenzial.

Bei hochsommerlichen Temperaturen in Hamburg schickte der 45-Jährige in den beiden Halbzeiten nahezu komplett unterschiedliche Mannschaften auf das Feld.

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Neuzugang Robert Glatzel (27) kam nach seiner Corona-Infektion zu seinem Debüt für die Hanseaten und spielte in den ersten 45 Minuten. "Robert ist nach seiner Erkrankung bei weitem noch nicht so weit, wie wir ihn gerne hätten", urteilte Walter.

Nichtsdestotrotz hatte der Stürmer noch die beste HSV-Szene der ersten Halbzeit, seinen Flachschuss in der 16. Minute entschärfte Gäste-Keeper Nicolai Larsen stark. Weitere richtig gute Gelegenheiten konnte der Rautenklub nicht für sich verbuchen.

Bakery Jatta sorgte für die gefährlichen Aktionen im HSV-Spiel

HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (23) war der auffälligste und gefährlichste Spieler der Rothosen gegen den dänischen Erstligisten. Per Elfmeter erzielte er das einzige Tor. (Archivfoto)
HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (23) war der auffälligste und gefährlichste Spieler der Rothosen gegen den dänischen Erstligisten. Per Elfmeter erzielte er das einzige Tor. (Archivfoto)  © Daniel Reinhardt/dpa

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hamburger aber ein anderes Gesicht. Der eingewechselte Bakery Jatta (23) holte nach nur wenigen Sekunden einen Foulelfmeter heraus, den der 23-Jährige selbst zum 1:0 unter die Latte jagte (47.).

Auch in der Folge war immer wieder Jatta involviert, wenn es in der HSV-Offensive gefährlich wurde. "Baka hat es mit seinen vielen tiefen Läufen heute extrem gut gemacht", befand auch Walter. Dennoch war auch in der zweiten Halbzeit noch Luft nach oben.

"Die mentale Frische hat heute einfach gefehlt", erklärte der Coach und nahm seine Spieler gleichzeitig in die Pflicht: "Die Jungs müssen noch mehr Bereitschaft zeigen. Aber das kommt nicht von heute auf morgen."

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Weitere Verstärkungen hält er dennoch nicht für unbedingt notwendig. "Ich bin zufrieden mit dem aktuellen Kader. Bis zum Ende des Transferfensters (31. August, Anm. d. Red.) haben wir ja aber auch noch ein bisschen Zeit und zusätzliche Qualität, die uns weiterhilft, ist immer gut."

Vor dem ersten Saisonspiel gegen den FC Schalke 04 am 23. Juli (20.30 Uhr) steht am kommenden Samstag (15.30 Uhr) noch die Generalprobe gegen den FC Basel an. Über eine Leistungssteigerung seines Teams würde sich der 45-Jährige da sicherlich freuen.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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