HSV wirft Trainer Daniel Thioune raus! Vorstand Jonas Boldt: "Alternativlos"

Hamburg - Trainerbeben beim HSV! Daniel Thioune (46) verliert seinen Job bei den Rothosen.

Daniel Thioune (46) ist seinen Job als HSV-Trainer los.
Daniel Thioune (46) ist seinen Job als HSV-Trainer los.  © Armin Weigel/dpa

Das gab der Verein am Montag bekannt.

Grund dafür ist das vermutlich erneute Vermasseln des als sicher geglaubten Aufstiegs in die Bundesliga.

Zum dritten Mal in Folge gelang es dem HSV nicht.

Thioune kam im Juli 2020 nach Hamburg, er galt als Aufstiegshoffnung. Zuvor war er beim VfL Osnabrück unter Vertrag.

Mit den Niedersachsen gelang dem 46-Jährigen am Ende der Saison 2018/19 nach acht Jahren Abstinenz der Aufstieg in die 2. Liga.

Die HSV-Bosse sahen in ihm das Potenzial, auch mit den Rothosen einen Aufstieg zu schaffen. Dies gelingt in dieser Saison aber höchstwahrscheinlich nicht.

Nachfolger von Thioune bis Saisonende wird Vereinslegende Horst Hrubesch (70), bisher Nachwuchschef des Klubs.

Horst Hrubesch wird Nachfolger beim Hamburger SV

Nachfolger Horst Hrubesch will "die Köpfe der Spieler freibekommen"

Für den 70-Jährigen gehe es nun zunächst darum, die Köpfe der Spieler freizubekommen: "Zuletzt hat die Mannschaft leider oft unter Wert gespielt. Ich werde viele Gespräche führen, reinhören und versuchen, ein paar Akzente zu setzen."

Er erwarte, dass der gesamte Kader inklusive Trainerteam alle Konzentration für die letzten drei Ligaspiele bündelt. "Wir müssen alles daran setzen, den Mist, den wir verbockt haben, wieder geradezurücken", erklärte der Europameister von 1980.

Ein Engagement über den Sommer hinaus schloss er sogleich aus: "Ich bin nur für die letzten Spiele in dieser Saison Trainer. Danach kehre ich auf meinen Posten im Nachwuchsleistungszentrum zurück."

Update, 13.22 Uhr: Sportvorstand Jonas Boldt äußert sich zur Trennung

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (39) hat sich auf einer Pressekonferenz zur Trennung von Coach Daniel Thioune (46) geäußert. (Archivfoto)
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (39) hat sich auf einer Pressekonferenz zur Trennung von Coach Daniel Thioune (46) geäußert. (Archivfoto)  © Axel Heimken/dpa

In einer Pressekonferenz hat sich Sportvorstand Jonas Boldt (39) zur Trennung von Thioune geäußert.

"Wir möchten uns bei ihm für die Zusammenarbeit bedanken. Wir haben die vergangenen Tage festgestellt, dass die Dynamik schneller und dramatischer geworden ist. Deshalb haben wir uns entschieden, nachzujustieren."

Er fände es "sehr bedauerlich", dass es soweit gekommen ist, es habe aber keine andere Möglichkeit gegeben."In den letzten Wochen, angefangen beim 3:3 nach 3:0-Führung gegen Hannover 96, kamen einige Dinge zusammen. Das macht ja auch etwas mit einem Menschen", erklärte der 39-Jährige.

Das sei auch an dem Chefcoach nicht spurlos vorbeigegangen und speziell nach dem 1:1 gegen den Karlsruher SC habe man ihm angemerkt, wie angeknockt er sei, beschrieb Boldt die letzten Tage.

Er könne verstehen, dass manche Leute in der erneuten Trainerentlassung einen typischen HSV-Mechanismus sehen. "Aber es bringt nichts, stur an etwas festzuhalten, was augenscheinlich nicht mehr funktioniert", erläuterte der Sportvorstand.

Allerdings habe weder Thioune selbst Signale gesendet, dass er aufgeben will, noch seien Stimmen aus der Mannschaft gekommen, die die Trennung gefordert hätten. Es sei schlussendlich einfach eine alternativlose Entscheidung der Verantwortlichen gewesen.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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