Ex-Boss Dietmar Beiersdorfer vor Rückkehr zum HSV: "Mein Klub"

Hamburg/Ingolstadt - Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Am Sonntag (13.30 Uhr) tritt Dietmar Beiersdorfer (58), neuer Geschäftsführer Sport und Kommunikation beim FC Ingolstadt 04, mit den Schanzern bei seiner alten Liebe, dem Hamburger SV, an.

Dietmar Beiersdorfer (58) wurde am 9. November als neuer Geschäftsführer Sport und Kommunikation beim Zweitligisten FC Ingolstadt 04 vorgestellt.
Dietmar Beiersdorfer (58) wurde am 9. November als neuer Geschäftsführer Sport und Kommunikation beim Zweitligisten FC Ingolstadt 04 vorgestellt.  © IMAGO/Stefan Bösl

Insgesamt 15 Jahre lang verbrachte der 58-Jährige als Spieler (von 1986 bis 1992) und Verantwortlicher (Sportvorstand von 2002 bis 2009 sowie Vorstandsvorsitzender von 2014 bis 2016) bei den Hanseaten.

"Das ist natürlich 'mein Klub', der mich mein ganzes Leben über begleitet hat und zu dem ich emotional sehr viele Beziehungen aufgebaut habe", erklärte der gebürtige Fürther in einer Medienrunde am Mittwoch.

Er habe dem Verein "viel zu verdanken", verdeutlichte Beiersdorfer, räumte jedoch gleichzeitig ein, nach seinem Aus bei den Rothosen bei keinem Spiel im Volksparkstadion mehr gewesen zu sein und stattdessen viel Zeit mit seiner Familie verbracht zu haben.

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"Man muss versuchen, sich ein Stück weit davon freizumachen, um nicht in der Vergangenheit, sondern für die Zukunft zu leben", erläuterte der Ex-Profi. Nichtsdestotrotz habe er durchaus immer noch Kontakt zu einigen Mitarbeitern des HSV.

Obwohl insbesondere seine zweite Amtszeit nicht von Erfolg gekrönt war, habe er sich in Hamburg auch "immer willkommen gefühlt" und lebe mit seiner Familie auch heute noch im Stadtteil Winterhude, unterstrich er.

Dietmar Beiersdorfer wünscht dem HSV den Wiederaufstieg in die Bundesliga

Von 2002 bis 2009 war Beiersdorfer Sportvorstand und von 2014 bis 2016 Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV. (Archivfoto)
Von 2002 bis 2009 war Beiersdorfer Sportvorstand und von 2014 bis 2016 Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV. (Archivfoto)  © Daniel Reinhardt/dpa

Angesprochen auf die aktuelle Entwicklung des HSV und die Arbeit der jetzigen Verantwortlichen wollte sich der ehemalige Vorstandsvorsitzende kein Urteil erlauben.

"Ich habe es selbst nie geschätzt, wenn das Tun und Handeln der tätigen Personen von außen kommentiert wurde", machte der 58-Jährige klar. Dennoch wünsche er sich für den Verein, die Fans und die Stadt "natürlich" den Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Ganz andere Sorgen hat Beiersdorfers jetziger Arbeitgeber: Der FC Ingolstadt ist mit nur sechs Zählern nach 14 Spielen abgeschlagener Tabellenletzter der 2. Liga, hat bereits acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz!

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"Nicht nur der HSV, bei dem ich das erlebt habe, sondern auch andere Mannschaften haben es immer wieder geschafft, Rückstande aufzuholen, und ich sehe das nicht ein, dass nicht auch der FCI das schaffen kann", stellte der neue Geschäftsführer klar.

Sein langfristiges Ziel bei den Schanzern sei es, "etwas zu entwickeln", aktuell stehe aber allein das Spiel gegen den HSV im Fokus, das insbesondere bei ihm für große persönliche Vorfreude sorgt.

"Das wird mich bewegen und ein Gefühl, das man nicht jedes Wochenende hat. Ich bin selber gespannt und freue mich einfach auf das Spiel", erklärte der 58-Jährige, der am Sonntag nach fünf Jahren das erste Mal in sein altes Wohnzimmer zurückkehrt.

Titelfoto: IMAGO/Stefan Bösl

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