Ex-HSV-Präsident Jarchow fordert: "Es muss mehr Kritik geäußert werden"

Hamburg - Carl Jarchow (66) hat sich für eine Aufstockung des Vorstands in der Fußball AG des Hamburger SV ausgesprochen.

Ex-HSV-Präsident Carl Jarchow (66) fordert, dass bei den Rothosen wieder mehr Kritik geäußert wird. (Archivfoto)
Ex-HSV-Präsident Carl Jarchow (66) fordert, dass bei den Rothosen wieder mehr Kritik geäußert wird. (Archivfoto)  © Axel Heimken/dpa

"Ein Klub wie der HSV muss eine richtige Führung haben. Die AG braucht einen dreiköpfigen Vorstand", sagte der ehemalige Multifunktionär des hanseatischen Traditionsclubs im Hamburger Abendblatt.

Derzeit werden die Geschäfte der HSV Fußball AG vom Duo Jonas Boldt (39, Sport) und Frank Wettstein (47, Finanzen) geführt.

Der 66-jährige Jarchow war Vorstandschef, Präsident, Aufsichtsrat und interimsmäßig auch Chef des 71.000 Mitglieder umfassenden Supporters Clubs des HSV. Dieser will am Samstag in einer Fernwahl seine neue Führung bestimmen.

"Der Supporters Club muss mehr Einfluss nehmen, sodass die Mitglieder ein Sprachrohr gegenüber dem Aufsichtsrat und Vorstand haben. Es muss wieder mehr Kritik geäußert werden", sagte Jarchow.

Anlass zu Kritik gäbe es genug, betonte der Ex-Funktionär. Zum Beispiel in Sachen des zurückgetretenen Präsidiums des HSV e.V. um Ex-Profi Marcell Jansen (35): "Als die stärkste Gruppierung im Verein sollte der Supporters Club darauf drängen, dass diese Dinge möglichst schnell geregelt werden."

Angesichts der Corona-Pandemie hofft Jarchow, "dass man die Saison gut zu Ende bringen wird. Notfalls muss man sie verlängern." Seiner Meinung nach könnte im Notfall auch die Quotientenregelung (Anzahl der Spiele geteilt durch die Anzahl der Punkte) zur Anwendung kommen.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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