Wieder kein Sieg! HSV tritt nach Remis beim 1. FC Heidenheim auf der Stelle

Heidenheim - Das kann nicht wahr sein! Die Negativserie des Hamburger SV beim 1. FC Heidenheim hält an. Am Samstag kamen die Norddeutschen vor 7.500 Zuschauern in der Voith-Arena nur zu einem torlosen Unentschieden.

Heidenheims Jan Schöppner (hinten am Boden) und Hamburgs Jan Gyamerah kämpfen um den Ball.
Heidenheims Jan Schöppner (hinten am Boden) und Hamburgs Jan Gyamerah kämpfen um den Ball.  © Stefan Puchner/dpa

Nach dem 2:2-Unentschieden gegen den SV Darmstadt 98 veränderte HSV-Trainer Tim Walter seine Startelf auf zwei Positionen. Jan Gyamerah und Ludovit Reis ersetzten Maximilian Rohr und Anssi Suhonen.

Heidenheim-Coach Frank Schmidt tauschte im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Hannover 96 ebenfalls zweimal. Jonas Föhrenbach und Tobias Mohr fanden sich auf der Bank wieder, dafür standen Patrick Mainka und Robert Leipertz auf dem Platz.

Die Gäste aus dem Norden starteten dominant in die Begegnung, ohne allerdings zwingend zu sein. 80 Prozent Ballbesitz sprachen eine deutliche Sprache. Bis auf einen Abschluss von Gyamerah aus der Distanz hatten die Rothosen nicht zu bieten (22.).

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Heidenheim lief in den ersten 20 Minuten nur hinterher. Kaum hatte die Schmidt-Elf den Ball, war er auch schon wieder weg. Defensiv standen sie allerdings stabil.

Die größte Chance der Partie hatten plötzlich die Hausherren. Nach einem Handspiel von Tim Leibold, für das der HSV-Linksverteidiger Gelb sah, zog Denis Thomalla den folgenden Freistoß um die Mauer ins Eck. Doch Keeper Daniel Heuer Fernandes parierte glänzend zur Ecke (28.).

Der 1. FC Heidenheim begann mit dieser Startformation gegen den HSV

Diese Elf schickte HSV-Trainer Tim Walter gegen den 1. FC Heidenheim auf den Platz

Vor der Halbzeit vergeben der HSV und Heidenheim Chancen im Minuten-Takt

HSV-Defensivmann Moritz Heyer (h.) attackiert FCH-Stürmer Denis Thomalla.
HSV-Defensivmann Moritz Heyer (h.) attackiert FCH-Stürmer Denis Thomalla.  © Stefan Puchner/dpa

Auf der Gegenseite hatte Heyer die Führung auf dem Kopf (32.). Nach Leibold-Flanke tauchte der Mittelfeldspieler frei am Fünfer auf, war aber zu überrascht, dass der Ball durchkam.

Die Partie nahm nun an Fahrt auf, weil jetzt auch die Heidenheimer mehr und mehr am Spiel teilnahmen.

Beiden Teams ergaben sich fast Chancen im Minutentakt. Auf FCH-Seite vergaben Jan Schöppner (42.) und Tim Kleindienst (43), der nur die Latte traf.

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Für den HSV vergaben Kittel (37.), Heyer (38.), der ebenfalls den Querbalken traf und Leibold (39. und 45.).

Nach müdem Beginn endete die erste Halbzeit rasant, aber torlos. Dennoch machten gerade die letzten Minuten Spaß auf mehr.

Der HSV baute gleich nach Wiederanpfiff Druck auf, ließ aber wie schon zum Beginn der Partie die Durchschlagskraft vermissen.

Die Hausherren verteidigten weiterhin mit Herz und blieben stets durch Standardsituationen gefährlich.

Einwechselspieler haben die Führung auf dem Fuß

HSV-Trainer Tim Walter regt sich fürchterlich über eine Schiedsrichter-Entscheidung auf.
HSV-Trainer Tim Walter regt sich fürchterlich über eine Schiedsrichter-Entscheidung auf.  © Stefan Puchner/dpa

Die größte Möglichkeit nach der Pause hatte Manuel Wintzheimer (67.). Der für Sonny Kittel in die Begegnung gekommene Offensivspieler setzte sich auf außen gegen Mainka durch und zog in den Strafraum. Dort tunnelte FCH-Keeper Müller, schob den Ball aber knapp am Pfosten vorbei. Das hätte die Führung sein müssen!

Fünf Minuten später waren die Rothosen im Glück. Der ebenfalls eingewechselte Florian Pick war plötzlich auf der rechten Seite frei durch, ließ zwei HSV-Spieler aussteigen und hämmerte die Pille gegen die Latte.

In der Schlussviertelstunde spielten beide Mannschaften auf Sieg, doch bis auf Glatzel, der frei stehend an Müller scheiterte (82.), blieben klare Chancen aus.

Somit blieb es trotz zahlreicher und bester Tormöglichkeiten beim torlosen Remis. Beide Vereine treten damit auf der Stelle. Zudem blieb die Negativserie des HSV in Heidenheim bestehen. Auch die vierte Partie auf der schwäbischen Ost-Alb konnten die Norddeutschen nicht gewinnen.

Nach der Länderspielpause geht es für den HSV am 11. September mit dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen (13.30 Uhr) weiter. Heidenheim empfängt einen Tag später Dynamo Dresden (13.30 Uhr).

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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