Frust beim HSV nach Remis in Hannover: "Das darf uns nicht passieren!"

Hamburg - Dieses Remis tat weh! Die Stimmung im Lager des Hamburger SV war nach dem unnötigen 3:3 nach 3:0-Führung im Nordderby gegen Hannover 96 auf dem Tiefpunkt!

HSV-Coach Daniel Thioune (46) resümierte, dass seine Mannschaft nach dem 3:0 "verdammt viel falsch gemacht hat".
HSV-Coach Daniel Thioune (46) resümierte, dass seine Mannschaft nach dem 3:0 "verdammt viel falsch gemacht hat".  © Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

Dabei sah bis zur 56. Minute doch alles so gut aus: Routinier Aaron Hunt (34) erwischte einen Sahnetag und erzielte drei Tore, das Spiel schien entschieden.

Doch in der 56. Minute nahm das Unglück seinen Lauf: Erst traf Genki Haraguchi zum 3:1, dann ließen Marvin Ducksch und erneut Haraguchi sogar noch das 3:2 und 3:3 folgen.

"Dieses Unentschieden fühlt sich absolut nicht gut an, für uns ist es eine gefühlte Niederlage. Denn wenn man aus einem 3:0 noch ein 3:3 werden lässt, dann hat man verdammt viel falsch gemacht", resümierte ein enttäuschter HSV-Coach Daniel Thioune (46).

Tatsächlich hatten die Rothosen lange Zeit die komplette Kontrolle über das Spiel und es sah bei Weitem nicht nach einer Aufholjagd für 96 aus. Doch dann fiel das 3:1, die Hanseaten vergaben selbst zwei dicke Chancen auf der Gegenseite und die Hausherren kamen endgültig zurück.

"Wir haben zweimal unnötig den Ball verloren und Hannover damit wieder ins Spiel gebracht. Wir müssen es ganz anders, viel souveräner mit mehr Körperlichkeit und Ballbesitz runterspielen. Es war nicht gut, was wir heute gemacht haben, das müssen wir ganz klar festhalten", kritisierte Dreierpacker Hunt.

Die Rothosen ließen die Aufholjagd von Hannover 96 viel zu leicht zu

Die Enttäuschung war den Rothosen wie hier Abwehrspieler Moritz Heyer (26) nach dem Abpfiff anzumerken.
Die Enttäuschung war den Rothosen wie hier Abwehrspieler Moritz Heyer (26) nach dem Abpfiff anzumerken.  © Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

Zudem war auch das Glück in der einen oder anderen Situation nicht auf der Seite des Thioune-Teams. So wurde der Treffer zum 4:2 vom eingewechselten Simon Terodde (33) wegen hauchzarten Abseits zurückgenommen. Mit dem bloßen Auge war es allerdings eher gleiche Höhe.

Dennoch musste sich der Rautenklub ankreiden lassen, nach dem Tor zum 3:0 keinerlei Kontrolle mehr ins Spiel gebracht zu haben. Auch die Gegentore fielen schließlich viel zu leicht, nachdem die Hamburger Defensive in den ersten 50 Minute sehr sicher gewirkt hatte.

"Das darf uns nicht passieren! Wir müssen aus unseren Fehlern lernen: Wir müssen konsequent bleiben, das Tor verteidigen und keine dummen Fehler machen. Das haben wir heute leider nicht hinbekommen", erklärte Keeper Sven Ulreich (32).

Nichtsdestotrotz eroberte der HSV durch den einen Punkt den zweiten Tabellen- und damit direkten Aufstiegsplatz zurück. Die Hanseaten liegen nun mit 50 Punkten gleichauf mit der SpVgg Greuther Fürth.

Das vermeintlich leichtere Restprogramm haben die Rothosen und Coach Thioune lenkte auch sofort den Blick darauf. "Wir müssen an dieses Spiel jetzt ganz schnell einen Haken machen. Und: So unnötig und ärgerlich dieses Remis auch ist, ist ja nicht viel verloren. Wir werden das als Team kompensieren, es geht weiter!"

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

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