Konto von HSV-Profi Jatta im Visier: Überweisungen "nicht nachvollziehbar"

Hamburg – Der Krimi um Bakery Jatta (22) nimmt kein Ende! Die Hamburger Staatsanwaltschaft untersucht weiterhin den Verdacht auf einen Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz durch den HSV-Profi. 

Gegen Bakery Jatta (22) wird weiter ermittelt.
Gegen Bakery Jatta (22) wird weiter ermittelt.  © Christian Charisius/dpa

Auf eine Anfrage der AfD-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft antwortete der Senat der Hansestadt: "Es gibt konkrete Hinweise auf Kontakte zu Personen, die nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen nur mit Herrn Daffeh in Verbindung gebracht werden können." 

Die Auswertung elektronischer Datenträger, die bei einer Hausdurchsuchung Jattas vor knapp zwei Wochen beschlagnahmt worden waren, dauerten an, informierte der Senat.

Jatta steht in Verdacht, bei seiner Flucht nach Deutschland im Jahr 2015 unrichtige Angaben zu seiner Identität gemacht zu haben. Seit 2019 gibt es Vermutungen, beim 22-jährigen Gambier könnte es sich um Bakary Daffeh handeln, der zwei Jahre älter ist. 

Jatta hat das stets bestritten. Die Staatsanwaltschaft Bremen und das Hamburger Bezirksamt Mitte hatten im Spätherbst vergangenen Jahres nach monatelanger intensiver Prüfung ihre Ermittlungen eingestellt, weil auch Gambias Ministerium die Identität Jattas bestätigt hatte.

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Mittwoch, dass Jattas Konto im Fokus der Untersuchungen stand. Dabei sollen Überweisungen kleinerer Beträge an Mannschaftskameraden von Daffeh festgestellt worden sein. 

"Im Zuge der routinemäßigen Ermittlungen haben wir unter anderem die Kontobewegungen von Herrn Jatta überprüft und sind hier auf Kontakte gestoßen, die für uns nicht nachvollziehbar waren", sagte Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg. "Wir müssen abwarten, was sich daraus ergibt. Es kann sich auch um harmlose Erklärungen für die Kontakte handeln."

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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