Neue Spur im Jatta-Krimi? Uni vergleicht Videos von HSV-Profi und Daffeh

Hamburg – Der Wirbel um HSV-Profi Bakery Jatta (22) geht weiter. Die Staatsanwaltschaft hat erneut die Ermittlungen gegen den Gambier aufgenommen, dem seit Monaten eine falsche Identität vorgeworfen wird.

Heißt Bakery Jatta eigentlich Bakary Daffeh?
Heißt Bakery Jatta eigentlich Bakary Daffeh?  © Christian Charisius/dpa

Zuletzt hatten Beamte im vergangenen Sommer die Wohnung des Mittelfeldspielers im Hamburger Stadtteil Uhlenhhorst durchsucht und Telefone und Computer beschlagnahmt (TAG24 berichtete).

Dann wurde es zunächst still um den Gambier, dem vorgeworfen wird, unter einer falschen Identität nach Deutschland eingereist zu sein. Demnach sei Bakery Jatta eigentlich Bakary Daffeh und zwei Jahre älter (TAG24 berichtete).

Auch wenn die Untersuchung der Datenträger den Verdacht gegen Jatta nicht erhärtet haben sollen, nimmt der Fall nun erneut Fahrt auf.

Ein Gesichtsabgleich von alten und neuen Fotos des Fußballers sowie Filmaufnahmen könnten jetzt endgültig zur Klärung seiner Identität führen!

Wie die Bild-Zeitung berichtete, soll das Material nun von Wissenschaftlern des Instituts für Biologische Anthropologie der Uni Freiburg geprüft werden. Anhand von Videos sollen Bewegungsabläufe von Daffeh und Jatta im Hinblick auf mögliche Ähnlichkeiten analysiert werden.

Jatta und Daffeh haben die gleichen Kontakte

Die Uni Freiburg analysiert die Bewegungsabläufe des HSV-Profis.
Die Uni Freiburg analysiert die Bewegungsabläufe des HSV-Profis.  © Uli Deck/dpa

Auf Videoausschnitten, die der Bild-Zeitung vorliegen, ist zu erkennen, wie Bakery Jatta im August 2016 sein erstes Tor für den HSV bejubelt. Auch Bakary Daffeh freute sich im April 2014 bei Casa Sports im Senegal über ein Tor. Die beiden Jubel-Posen sehen dabei fast identisch aus - Zufall?

In einem ersten Gutachten des Landeskriminalamts (LKA) hatten Ermittler im Jahr 2020 eine 98-Prozentige Übereinstimmung zwischen Jatta und Daffeh festgestellt.

Ermittlungen sollen auch ergeben haben, dass der Hamburger Kontakte zu Fußballern in Senegal, Gambia und Nigeria hat, die früher auch mit Daffeh in Verbindung standen. Von diesem fehlt seit Jattas Auftauchen in Deutschland im Sommer 2015 wiederum jede Spur.

Der HSV-Profi selbst hatte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußerte - später sprach er auf Instagram über den schwierigsten Moment in seiner Karriere (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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