Jatta-Krimi geht wieder los! Hausdurchsuchung bei HSV-Profi

Hamburg – Lange war es still geworden um Bakery Jatta (22), nun geht die "Hetzjagd" von neuem los. Am Donnerstag kamen Polizisten zur Wohnung des HSV-Profis.

Bakery Jatta (r) trainiert mit der Mannschaft, dahinter Trainer Dieter Hecking. (Archivbild)
Bakery Jatta (r) trainiert mit der Mannschaft, dahinter Trainer Dieter Hecking. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Wie die Bild-Zeitung zunächst berichtete, durchsuchten Beamte gegen 9.20 Uhr die Wohnung des Fußball-Profis in Hamburg. Dort sicherten sie Datenträger, wie Computer oder Handy als mögliche Beweismittel. 

Auch wenn der Fall "Jatta" bei der Hamburger Staatsanwaltschaft eigentlich bereits zu den Akten gewandert war, scheint er nun erneut Fahrt aufzunehmen. 

Seit knapp einem Jahr wird dem HSV-Profi vorgeworfen, eine falsche Identität zu besitzen. Demnach sei Bakery Jatta eigentlich Bakary Daffeh und zwei Jahre älter (TAG24 berichtete).

Wie Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, gegenüber der Bild bestätigte, bestehe bisher nur ein konkretisierter Anfangsverdacht. Die Durchsuchung diene nun der weiteren Aufklärung: "Dem Beschuldigten wird ein Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz vorgeworfen. Es besteht der Verdacht, dass er unrichtige Angaben gemacht haben könnte, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten", so Frombach.

Nicht nur sehe er Daffeh verblüffend ähnlich, Ermittlungen sollen auch ergeben haben, dass Jatta Kontakte zu Fußballern in Senegal, Gambia und Nigeria hat, die früher auch mit Daffeh in Verbindung standen. Von diesem fehlt seit Jattas Auftauchen in Deutschland im Sommer 2015 wiederum jede Spur.

Bakery Jatta beklagt "Hexenjagd"

Der HSV-Profi bedankt sich nach dem Sieg bei den Fans. (Archivbild)
Der HSV-Profi bedankt sich nach dem Sieg bei den Fans. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Bei seiner Einreise in Deutschland soll der Gambier bei den Bremer Behörden zudem die E-Mail Adresse "bakarydaffeh*@***" angegeben haben. Auch habe auf dem Personalbogen auch nicht mehr Bakary, sondern Bakery als Vorname gestanden.

Jatta selbst hatte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußerte - später sprach er auf Instagram über den schwierigsten Moment in seiner Karriere (TAG24 berichtete).

Die Vorwürfe gegen ihn beklagte er dabei als "Hexenjagd". "Wenn es eine Sache geben würde, die ich all diesen Menschen wünschen könnte, wäre es, dass sie den Schmerz fühlen, den sie mir zugefügt haben", erklärt Jatta in seinem Statement.

Auch der HSV hatte sich stets schützend vor seinen Spieler gestellt. So verwies der Verein auf einen gültigen Reisepass und eine Aufenthaltsgenehmigung Jattas und setzte in weiter auf dem Platz ein.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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