Neuer Machtkampf beim HSV? Präsident Marcell Jansen im Mittelpunkt!

Hamburg - Dem Hamburger SV droht nach Medienberichten ein neuer Machtkampf! Demnach soll es im Präsidium des HSV e.V. einen Riss zwischen Präsident Marcell Jansen (35) sowie dessen Vize Thomas Schulz und Schatzmeister Moritz Schaefer geben.

HSV-Präsident Marcell Jansen (35) steht laut Medieninformation im Zentrum eines erneuten Machtkampfes beim Zweitligisten. (Archivfoto)
HSV-Präsident Marcell Jansen (35) steht laut Medieninformation im Zentrum eines erneuten Machtkampfes beim Zweitligisten. (Archivfoto)  © Daniel Reinhardt/dpa

Hintergrund sei der Streit um die künftige Ausrichtung der HSV Fußball AG und die bevorstehende Nachbesetzung des Aufsichtsrats, berichten die Bild, das Hamburger Abendblatt und die Hamburger Morgenpost in ihren Mittwoch-Ausgaben.

Ex-Nationalspieler Jansen war vor gut zwei Jahren als Nachfolger von Bernd Hoffmann in das Amt des HSV-Präsidenten gewählt worden. Schulz und Schaefer, die zuvor im "Team Hoffmann" angetreten waren, blieben in ihren Ämtern.

Jansen übernahm einen Platz im Aufsichtsrat der AG, während Hoffmann selbst an die Spitze des Vorstandes rückte. Im März 2020 wurde er vom Kontrollgremium auch mit der Stimme Jansens abberufen.

Daraufhin zogen sich Schulz und in Max-Arnold Köttgen, ein weiterer Hoffmann-Befürworter, aus dem Aufsichtsrat zurück.

"Dass dann so ein Austritt aus dem Kontrollgremium und damit auch dem Finanzausschuss aufgrund der Vorstandsentscheidung erfolgte, in der schwierigsten Zeit der Vereinsgeschichte, das kann ich bis heute nicht verstehen", kritisierte Jansen im Abendblatt und der Morgenpost den Schritt von Schulz.

Präsident Marcell Jansen schwebt ein "vereinter HSV" vor

Das Tischtuch zwischen dem HSV-Präsidenten und Vize Thomas Schulz sowie Schatzmeister Moritz Schaefer soll zerschnitten sein. (Archivfoto)
Das Tischtuch zwischen dem HSV-Präsidenten und Vize Thomas Schulz sowie Schatzmeister Moritz Schaefer soll zerschnitten sein. (Archivfoto)  © Daniel Reinhardt/dpa

Die folgende Rolle des Unternehmers Schulz bezeichnet die Zeitung als "eine Art außerparlamentarische Ein-Mann-Opposition".

Moritz Schaefer wurde jüngst vom Vereinsbeirat nicht als Nachrücker-Kandidat für einen der beiden Aufsichtsratsplätze zugelassen.

Der Beirat wählte aus den sechs Vorschlägen Banker Hans-Walter Peters und die Adidas-Aufsichtsrätin Kathrin Menges als Kandidaten aus.

Während sich weder Schulz noch Schaefer öffentlich äußerten, sagte Jansen in der Bild: "Es hat weder einem Fußballclub im Allgemeinen noch dem HSV im Besonderen gutgetan, wenn Einzelne die Strategie stur vorgegeben haben und ihre persönlichen Anliegen durchbringen wollten. Meine Vision ist es, einen vereinten HSV zu sehen".

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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