Corona-Fehltests vor HSV-Spiel: Würzburger Kickers klagen nicht!

Würzburg - Trotz fehlerhafter Corona-Tests wollen die Würzburger Kickers keinen Einspruch gegen die 1:3-Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga beim HSV einlegen.

Die Würzburger Patrick Sontheimer (l.) und Robert Herrmann stehen nach dem Abpfiff auf dem Rasen. (Archivfoto)
Die Würzburger Patrick Sontheimer (l.) und Robert Herrmann stehen nach dem Abpfiff auf dem Rasen. (Archivfoto)  © Daniel Karmann/dpa

"Vor allem in der jetzigen Situation, nicht nur in unserem Land, würde ein Einspruch bzw. eine Klage nicht unseren Werten und der DNA unseres Vereins entsprechen", sagte Vorstandschef Daniel Sauer in einer Mitteilung vom Montag.

Die Kickers hatten beim Spiel in Hamburg am Samstag auf Verteidiger Douglas und zwei Co-Trainer verzichten müssen, weil dem Verein positive Corona-Befunde gemeldet worden waren. Die drei wurden noch in der Nacht vor dem Spieltag isoliert.

Schnelltests in den Stunden vor dem Anpfiff ergaben dann durchweg negative Befunde. Trotzdem blieb das vermeintlich infizierte Trio zunächst in Quarantäne. 

Am Samstagabend teilte das Labor den Kickers dann mit, dass die betroffenen Tests "falsch positiv", also negativ, waren.

Die Würzburger nannten die unmittelbare Vorbereitung auf das Spiel zwar "alles andere als Bundesliga-like", entschlossen sich aber, nicht zu klagen - "auch im Sinne des gesamten Profi-Fußballs".

Zugleich aber forderte Vereinschef Sauer eine Reaktion der Deutschen Fußball Liga.

"Nichtsdestotrotz, und hier vertrauen wir voll und ganz den Experten der DFL, wünschen wir uns eine vollumfängliche und lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, um auch in Zukunft für den gesamten deutschen Profi-Fußball solche Ereignisse zu vermeiden und damit der Umgang dann entsprechend klar geregelt ist!", sagte er.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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