Pyro-Derby: DFB lässt Strafen für HSV und St. Pauli bestehen

Hamburg - Der DFB-Kontrollausschuss verfolgt eine eingelegte Berufung gegen zwei Urteile in Sachen Hamburger SV und FC St. Pauli nicht weiter und begründet dies mit der derzeitigen Krise.

Bei dem Stadt-Derby im September 2019 zündeten Fans beider Lager verbotene Pyro-Technik. (Archivbild)
Bei dem Stadt-Derby im September 2019 zündeten Fans beider Lager verbotene Pyro-Technik. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Die Corona-Pandemie stellt eine Sondersituation dar und führt zu hohen Belastungen für viele, auch für unsere Vereine", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des Kontrollausschusses. 

Damit sind die beiden Sportgerichtsurteile vom 17. Januar rechtskräftig, die Berufung zielte auf eine härtere Bestrafung der Hamburger Clubs.

Da "die beiden Klubs FC St. Pauli und Hamburger SV eh schon hohe Einnahmeverluste durch die anstehenden Spiele ohne Zuschauer erleiden werden, wird der Kontrollausschuss die Berufung nicht weiterverfolgen", begründete Nachreiner. 

Das DFB-Sportgericht hatte nach Vorfällen beim Hamburger Derby im September 2019 die Urteile gegen die Clubs abgemildert.

Demnach wurden die Clubs wegen Verfehlungen ihrer Fans nur noch mit 140.000 Euro (HSV) und 90.000 Euro (St. Pauli) bestraft. 

Im Einzelrichterverfahren waren zunächst 200.000 und 120.000 Euro verhängt worden. 

Die beiden Fangruppen hatten unter anderem zahlreiche Raketen, Böller und Bengalische Feuer gezündet.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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