Tabellenführer! HSV bezwingt Regensburg bei VAR-Festival im Volksparkstadion

Hamburg - Aufregender Arbeitstag für den VAR! Beim Heimspiel des HSV gegen den SSV Jahn Regensburg musste der Video-Referee gleich mehrfach eingreifen. Am Ende hatten die Rothosen das bessere Ende für sich und siegten verdient mit 3:1 (2:1).

Mittelfeldmotor David Kinsombi (l.), hier im Zweikampf mit Regensburgs Oliver Hein, traf zum 1:0 für den HSV gegen den SSV Jahn Regensburg.
Mittelfeldmotor David Kinsombi (l.), hier im Zweikampf mit Regensburgs Oliver Hein, traf zum 1:0 für den HSV gegen den SSV Jahn Regensburg.  © Christian Charisius/dpa

Die Tore für den Hamburger SV im leeren Volksparkstadion erzielten David Kinsombi (21.), Torgarant Simon Terodde (39.) und Bakery Jatta (62.). Max Besuschkow sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste aus Regensburg (33.).

Im Vergleich zum 2:1-Sieg in Karlsruhe kurz vor der Weihnachtspause hatte Coach Daniel Thioune drei Mal gewechselt:

Kapitän Tim Leibold, Stephan Ambrosius und Sonny Kittel standen für Jan Gyamerah (Bänderriss im Sprunggelenk), Klaus Gjasula (Innenbandriss im Knie) und Khaled Narey (Bank) in der Anfangself.

Nach dem obligatorischen Abtasten in den Anfangsminuten kamen die Rothosen nach einem Freistoß von Kittel in Person von Ambrosius zur ersten dicken Chance des Spiels. Der Abschluss des Innenverteidigers konnte jedoch in letzter Sekunde geblockt werden (9.).

Die Regensburger setzten zu Beginn auf hohes Pressing und frühes Anlaufen, was den Spielaufbau der Hausherren immer wieder vor Probleme stellte.

Als die erste Angriffslinie der Gäste dann aber einmal überspielt werden konnte, war der HSV auch direkt erfolgreich!

Die Startelf des Hamburger SV gegen den SSV Jahn Regensburg

Die Anfangsformation des SSV Jahn Regensburg gegen den Hamburger SV

Kinsombi und Terodde treffen für den HSV, Besuschkow sorgt für den zwischenzeitlichen Ausgleich

Die Spieler des HSV jubeln nach dem Abstauber-Tor von Torgarant Simon Terodde (verdeckt) gegen den SSV Jahn Regensburg.
Die Spieler des HSV jubeln nach dem Abstauber-Tor von Torgarant Simon Terodde (verdeckt) gegen den SSV Jahn Regensburg.  © Christian Charisius/dpa

Leibold setzte sich sehenswert auf dem linken Flügel durch und bediente Kinsombi im Rückraum. Der 25-Jährige traf den Ball zwar nicht richtig, erwischte Jahn-Keeper Alexander Meyer aber auf dem falschen Fuß und erzielte das 1:0 (21.).

Eine zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Gastgeber, die jedoch nicht lange Bestand haben sollte:

In der 33. Minute ließen die Rothosen Jan-Niklas Beste auf links viel zu viel Platz zum Flanken. Dessen Hereingabe landete bei Kaan Caliskaner, der mit dem Rücken zum Tor für Besuschkow ablegte. Der hielt aus kurzer Distanz voll drauf und ließ HSV-Keeper Sven Ulreich keine Chance - 1:1.

Doch die Hamburger ließen sich dadurch überhaupt nicht beeindrucken und stellten kurz darauf die alte Führung wieder her: Nach einer flachen Hereingabe von Jatta ließ Torwart Meyer den Ball klatschen, Kinsombi stocherte ihn weiter zu Terodde, der wie immer richtig stand und zum 2:1 abstaubte (39.).

Kurz herrschte Unklarheit, ob der Treffer zählte, da Schlussmann Meyer vermeintlich bereits eine Hand auf dem Ball hatte, doch der VAR überprüfte die Situation und bestätigte das 15. Saisontor für Zweitliga-Gigant Terodde.

Bakery Jatta sorgt mit dem 3:1 für den HSV für die Vorentscheidung

Antreiber Bakery Jatta (o) erzielt im Zweikampf mit Regensburgs Oliver Hein das 3:1 für den HSV.
Antreiber Bakery Jatta (o) erzielt im Zweikampf mit Regensburgs Oliver Hein das 3:1 für den HSV.  © Christian Charisius/dpa

Die Hanseaten kamen stark aus der Kabine und in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zu mehreren gefährlichen Abschlüssen durch Jatta, Moritz Heyer und Terodde.

Den Hausherren war nun anzumerken, dass sie die Partie mit einem weiteren Tor vorentscheiden wollten. In der 62. Minute war es dann schließlich auch soweit: Leibold spielte einen absoluten Traumpass auf Jatta, der sich im Laufduell mit Oliver Hein durchsetzte und Meyer im Kasten der Gäste keine Chance ließ - 3:1.

Wieder musste das Tor wegen vermeintlichem Abseits vom VAR überprüft werden, doch Jatta startete auf gleicher Höhe mit Hein und der Treffer zählte.

In der 67. Minute stand der Video-Referee dann erneut im Mittelpunkt, nachdem Regensburgs Beste Mittelfeldstratege Kittel den Ball abnahm und kurz darauf zum vermeintlichen 3:2-Anschlusstreffer einnetzte. Der VAR entschied jedoch richtigerweise auf Foulspiel an Kittel.

Glück für die Hamburger, die in der Schlussphase nichts mehr anbrennen ließen und durch die gleichzeitige Niederlage von Holstein Kiel gegen den VfL Osnabrück die Tabellenführung zurückeroberten.

Für die Rothosen geht es am 9. Januar (13 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg weiter.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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