Kein Sieger im Spitzenspiel! HSV kommt gegen Fürth nicht über Remis hinaus

Hamburg - Da wäre deutlich mehr drin gewesen! Der Hamburger SV kam gegen die SpVgg Greuther Furth trotz großer Überlegenheit und zahlreicher Chancen nicht über ein 0:0 (0:0) hinaus.

Intensive Partie: HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (r.) im Zweikampf mit Greuther Fürths David Raum.
Intensive Partie: HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (r.) im Zweikampf mit Greuther Fürths David Raum.  © Daniel Reinhardt/dpa

Die Fürther mussten ab der 57. Minute in Unterzahl agieren, nachdem Sebastian Ernst wegen vermeintlich wiederholten Foulspiels eine unberechtigte Gelb-Rote-Karte gesehen hatte.

Im Vergleich zum 3:3 beim FC Erzgebirge Aue tauschte Coach Daniel Thioune einmal: Routinier Aaron Hunt ersetzte den angeschlagenen Jeremy Dudziak (Muskelzerrung).

Die Hausherren übernahmen von Beginn an mit dem Ball die Initiative, die Fürther setzten hingegen auf hohes Pressing und schnelles Umschaltspiel.

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Dennoch waren es die Hamburger, die nach einem Ballverlust der Gäste über Hunt konterten und zur ersten gefährlichen Aktion des Spiels kamen. Sonny Kittels Querpass wurde jedoch im allerletzten Moment geklärt (8.).

In der 15. Minute tauchten dann auch die Gäste das erste Mal vor dem gegnerischen Kasten auf: Nach einem Ballgewinn schaltete der Tabellenvierte schnell um und Havard Nielsen zog aus rund 20 Metern ab. HSV-Keeper Sven Ulreich war jedoch auf dem Posten und parierte den Distanzschuss.

In der Folge entwickelte sich eine intensiv geführte Partie mit zwei aggressiven Mannschaften. Die Spieler auf beiden Seiten wurden bei Ballbesitz sofort unter Druck gesetzt und hatten kaum einmal Zeit, sich zu orientieren.

Die Anfangsformation des Hamburger SV gegen die SpVgg Greuther Fürth

Die Startelf der SpVgg Greuther Fürth gegen den Hamburger SV

Der Hamburger SV nach Gelb-Roter-Karte in Überzahl gegen Greuther Fürth

Schiedsrichter Sascha Stegemann (l.) zeigte Greuther Fürths Sebastian Ernst eine unberechtigte Gelb-Rote-Karte.
Schiedsrichter Sascha Stegemann (l.) zeigte Greuther Fürths Sebastian Ernst eine unberechtigte Gelb-Rote-Karte.  © Daniel Reinhardt/dpa

Zwar hatten die Hanseaten deutlich öfter die Kugel, konnten damit gegen gut sortierte Fürther aber relativ wenig anfangen. So kam außer zwei abgeblockten Schüssen von Hunt (36.) und Simon Terodde (40.) nicht viel zustande.

Da auch die Spielvereinigung in ihren Konterbemühungen erfolglos blieb, ging es folgerichtig mit einem 0:0 in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild: die Rothosen machten das Spiel, während sich die Gäste auf ihre Defensivarbeit konzentrierten.

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In der 53. Minute vergab Kapitän Leibold dann die bis dahin beste Chance der Partie: Kittel setzte sich im Strafraum stark durch und legte den Ball auf den Linksverteidiger zurück, dessen Flachschuss nur um Zentimeter am Pfosten des Fürther Tores vorbei strich.

Wenig später dann die Hiobsbotschaft für die Gästemannschaft: Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte Ernst nach einem vermeintlichen Foul an Hunt die zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot (57.). Ein gelbwürdiges Foul war das jedoch keineswegs!

In Überzahl erhöhten die Gastgeber anschließend merklich den Druck und drängten auf den Führungstreffer.

Der Hamburger SV nutzt gegen Greuther Fürth seine zahlreichen Chancen nicht

HSV-Mittelfeldspieler David Kinsombi (M.) und Greuther Fürths Julian Green kämpfen um den Ball.
HSV-Mittelfeldspieler David Kinsombi (M.) und Greuther Fürths Julian Green kämpfen um den Ball.  © Daniel Reinhardt/dpa

Der sonst so treffsichere Terodde vergab nach einem Super-Angriff über Hunt und Kittel jedoch die Mega-Chance und blieb an Maximilian Bauer hängen, der für den schon geschlagenen Keeper Sascha Burchert auf der Linie rettete (63.).

Die Hanseaten waren nun ganz klar am Drücker, weitere gute Gelegenheiten von Stephan Ambrosius (67.) und erneut Terodde (71.) blieben jedoch ebenfalls ungenutzt.

In der 76. Minute war es dann vermeintlich endlich soweit, als David Kinsombi eine Hereingabe vom eingewechselten Khaled Narey über die Linie bugsierte. Der VAR schaltete sich jedoch ein und der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung von Kinsombi richtigerweise zurückgenommen.

In der Schlussphase war es ein Spiel auf ein Tor, die Hanseaten hatten an diesem Tag jedoch scheinbar einfach nicht das nötige Glück. Terodde (79.), Leibold (82.) und Narey (87.) vergaben weitere dicke Chancen, sodass es schlussendlich beim 0:0 blieb.

Für die Rothosen geht es am 21. Februar (13.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten, den Würzburger Kickers, weiter.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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